Gemeinsam sind wir Kirche

Jahresrückblick 2019

Die Sternsinger bringen Segen und Neujahrswünsche in jedes Haus und erbitten Unterstützung für Menschen in Not: 20158.- Euro konnten wir der österreichweiten Aktion überweisen.

Die Weihnachtszeit endet mit dem Sonntag der Taufe Jesu. Bei uns traditionell verbunden mit der Einladung der Neugetauften des letzten Jahres. Da ist die Kirche voll mit Kindern und deren Eltern und Paten, ein schönes Zeichen einer jungen Kirche!

Die Wiener Sängerknaben geben ein tolles Konzert in unserer Pfarrkirche. Die Kirche ist voll mit begeisterten Zuhörern. Der Reingewinn gehört natürlich für die bevorstehende Renovierung!

Im Jänner und Februar geht es weiter mit intensiven Sitzungen zur Vorbereitung der Kirchenrenovierung. Das vergangene Jahr und die ersten Monate 2019 sind für das 12-köpfige Kircheninnenteam sehr arbeitsreich. Immer wieder gibt es auch Abstimmungsgespräche und Termine in St. Pölten, aber auch viele Treffen mit den ausführenden Firmen zur Planung der Arbeiten, damit das Riesenprojekt gut gelingen kann.

Am Valentinstag veranstalten wir zum ersten Mal einen "Gottesdienst für Liebende". Der Versuch hat sich gelohnt. Viele junge und ältere Paare sind der Einladung gefolgt und stellen ihre Beziehung in den Segen Gottes.

Die Pfarrgemeinderatsklausur führt uns in die Gemeinden unseres ehemaligen indischen Kaplans Wilson. Wir staunen über Ferschnitz und Euratsfeld und das rege pfarrliche Leben in diesen Gemeinden.

Die Faschingingszeit ist auch in der Pfarre Jahr für Jahr etwas Besonderes. Im Pfarrheim gibt es die gut besuchten Aufführungen des Pfarrfaschingstheaters, in der Kirche die Faschingspredigt!

Inzwischen gut bekannt und angenommen ist das Fastensuppen-Essen am Aschermittwoch. Einfache, aber gute Suppen im Pfarrsaal und eine Spende für Menschen, die Hunger leiden, sind der Beginn der österlichen Bußzeit.

Mit dem Aschermittwoch startet die Kirchenaußensanierung und damit das intensive Baujahr 2019.

In der ersten Fastenwoche reisen wir mit einer großen Pilgergruppe nach Israel, in das Heilige Land, und erleben hautnah die biblischen Stätten.

Das katholische Bildungswerk bringt sich wieder gut ein und veranstaltet unterschiedliche Angebote, solange das Pfarrheim noch offen ist für Veranstaltungen.

Am 5. Fastenwochenende organisiert Elisabeth Distelberger mit vielen Helfern und Unterstützern einen kreativen Ostermarkt. Die Leute staunen über die Vielfalt, kaufen und unterstützen so die Kirchenrenovierung.

Ostern versammelt uns am 21. April zur Feier der Auferstehung Jesu Christi. Jahr für Jahr gedenken wir in der heiligen Woche des Leidens und Sterbens Jesu und stimmen in der Osternacht das fröhliche "Halleluja" an. Dieses Mal wissen wir: es ist das letzte Osterfest in der alten Pfarrkirche.

Am Weißen Sonntag, dem Sonntag nach Ostern, ist Erstkommunion. Am Nachmittag zum Segen sind viele da, weil wir nun die Kirche endgültig verlassen mit den konsekrierten Hostien, der Monstranz, dem ewigem Licht - und in die PfarrheimKirche einziehen. Ein bewegender Moment als Start für die Intensivphase "Kircheninnenrenovierung"!

Mit dem 29. April bleibt nun - wie man so sagt - in der Kirche kein Stein auf dem anderen. So viele Freiwillige sind da, um die Kirche auszuräumen. Es ist ein gelungener Auftakt für die kommenden 7 Monate.

Die Firmen werden koordiniert vom Architekturbüro Brandhofer-Bauer, konkret aber von unserem Robert Fallmann, die vielen Freiwilligen werden angerufen zum Großteil von Grete Fahrnberger.

Ein Exekutivteam vom Kirchenrenovierungsteam trifft sich ständig, um die Arbeiten zu begleiten, um alles abzusprechen und den Schwung nicht erlahmen zu lassen. August Wenighofer, Franz Zehetner und Diakon Peter Leichtfried sind da äußerst wichtig. Es folgen ungewöhnliche Momente der Freude über das Gelingen, spannende Phasen der Entscheidungen, wichtige Treffen mit Diözese, Bundesdenkmalamt, den Firmen und Künstlern.

Eine Chronik der schönen Erfahrungen im Pfarrblatt hält besondere Erlebnisse rund um die Kirchenrenovierung fest.

Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche sind da und werken mit, damit unsere Kirche ein neues Gewand bekommt. Mit großer Dankbarkeit beobachten wir alle die Bereitschaft so vieler zur Mithilfe. Fast jeden Sonntag laden wir ein, die Baustelle zu besichtigen, was viele auch tun.

Natürlich braucht es eine gute Bewirtung, damit sich alle auch leiblich wohlfühlen bei der anstrengenden Arbeit. Rosi Piber und ihr Küchenteam leisten Gewaltiges und verköstigen täglich von Mai bis Ende November zwischen 10 bis 25 Mitarbeiter.

Ein spezieller Höhepunkt ist das Gießen des Altars, des Ambo und des Taufbeckens am 14. August in der Firma Holzwerkstatt Pechhacker. Weihbischof Anton nimmt die Segnung vor unter Teilnahme vieler aus unserer Pfarre.

Diakon Ferdinand erhält im Frühjahr eine böse Diagnose, entscheidet sich für eine Operation in Linz, die auch gelungen ist. Im Sommer stehen die Zeichen noch auf Hoffnung und Zuversicht. Wir feiern noch sein Jubiläum: 35 Jahre Diakon. Im Herbst geht es leider schnell bergab und wir müssen unseren geschätzten Diakon Ferdinand am 26. Oktober in die Ewigkeit heimziehen lassen. Unter großer Teilnahme der Bevölkerung und viel Dankbarkeit für sein unermüdliches Arbeiten für Kirche und Pfarre ist das Begräbnis am 30. Oktober.

Die PfarrheimKirche erfreut sich großer Beliebtheit und die Mitfeiernden erleben eine ganz andere Atmosphäre im Gottesdienst. Es ist warm in der PfarrheimKirche, manche kommen leider nicht mehr in den Gottesdienst, andere sagen bald: "Warum bleiben wir nicht gleich hier"! Alle Feiern finden in der PfarrheimKirche statt: Gottesdienste an Wochentagen und Sonntagen, Wortgottesfeiern, Begräbnisse, Taufen, Rosenkranzgebet und vieles mehr. Nur die Hochzeiten feiern wir in den Nachbarkirchen.

Zum 70. Mal wird zu Pfingsten die Wallfahrt nach Mariazell durchgeführt. Weihbischof Anton feiert mit uns die Messe beim Gnadenaltar, Wallfahrtsleiter Anton Hohlmüller dankt allen für das Zeugnis des Glaubens durch die Jahrzehnte.

Das Jungschar- und Ministranten-Lager in Els ist toll gelungener Höhepunkt des Kinder- und Jugendjahres der Pfarre. Die Jungschar trifft sich das ganze Jahr über im Pfarrheim, die Minis ministrieren in der Pfarrheimkirche fleißig, aber wegen der Hitze ohne ihr gewohntes Ministrantengewand!

Mit September gibt es große Veränderungen im Pfarrteam. Kaplan Stefan wandert nach 3 Jahren in Purgstall nach St. Martin und Neumarkt und übernimmt die priesterliche Leitung der 2 Pfarrgemeinden. Zu uns kam schon im Juli Kaplan Josef, der die intensive Ausbildung jetzt beginnt und sich schnell einlebt.

Ana Chirila verlässt unser Pfarrteam und wird ganz Krankenhausseelsorgerin in Scheibbs und Amstetten. Hemma Putschögl tritt die Nachfolge bei uns als Pastoralassistentin an.

Thomas Heigl war 8 Jahre lang Jugendleiter in unserer Region. Auch er verlässt uns und mit Veronika Rerych kommt eine Nachfolgerin in die Jugendarbeit unserer Region. Allen wünschen wir alles Gute, Gottes Segen und viel Schaffenskraft zum Wohle der Menschen.

Auch in der Nachbarschaft tut sich einiges. Wieselburg bekommt mit Daniel Kostrzycki und Scheibbs mit unserem Purgstaller Toni Hofmarcher neue Pfarrer.

Am 10. November feiern wir mit unserem Purgstaller Priester Johann Punz seinen 75. Geburtstag und sein goldenes Priesterjubiläum.

Mit Hochdruck wird in den Wochen des November an der Fertigstellung der Kirche gearbeitet. Es ist kaum zu glauben, aber es wird sich ausgehen, dass wir mit Adventbeginn in die Kirche zurückkehren können.

Am 1. Dezember, dem 1. Adventsonntag ist es endlich so weit. Wir ziehen mit Weihbischof Anton in die frisch renovierte Kirche ein und feiern die Eröffnung unserer Pfarrkirche zum heiligen Petrus.

Die Kirche ist voll mit Menschen aus unserer Pfarre und Gästen, auch im Pfarrheim wird die Feier übertragen. Zweieinhalb Stunden dauert der Weihegottesdienst, aber die Zeit vergeht sehr schnell.

Segnung der Taufkapelle, des Versöhnungsortes, Segnung des Vorstehersitzes und des Ambo und Weihe des Altars mit Salbung und feierlichen Zeremonien sind das Besondere an diesem Tag.

Das Werk ist gelungen, auch wenn vieles noch nicht fertig ist. Die Kirche ist ab sofort wieder unser Feierraum für alle unsere kirchlichen Feste, das Pfarrheim ist wieder frei für alle anderen Veranstaltungen unserer aktiven Pfarre.

Viele Menschen aus Nah und Fern kommen, um die Kirche anzuschauen. Viele sind in den Gottesdienstes und erleben unseren Festsaal der Liebe Gottes.

Mit Weihnachten feiern wir das Kommen Gottes in unsere menschliche Existenz und legen das vollgefüllte Jahr zurück in die Ewigkeit der Liebe Gottes.



Statistik 2019

Das Sakrament der Taufe ist Aufnahme in die Kirchengemeinde und Anlass zum Feiern in Familie und Pfarre! Für 44 Kinder begann 2019 der christliche Weg in der römisch-katholischen Kirche.

Erstkommunion und Firmung vertiefen und erneuern die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft in der weltweiten Kirche: 56 Kinder baten heuer um die Vorbereitung für die Teilnahme am eucharistischen Tisch des Herrn.

53 Jugendliche wurden heuer auf die Firmung vorbereitet. Das Fest der Firmung war durch die Renovierung bedingt in anderen Pfarren.

7 Wiedereintritte in die katholische Kirche wurden heuer erbeten, darüber freuen wir uns sehr!

Im Sakrament der Ehe stellen Frau und Mann ihr Leben unter den Segen Gottes. 10 Paare aus Purgstall traten in unseren Nachbarkirchen zum Traualtar und erbaten Gottes Liebe für ihr Bemühen um ein gelungenes Eheleben.

Der Tod führt in das ewige Leben. 61 Menschen haben 2019 das Erdendasein beendet und sind eingetreten in das Licht der ewigen Liebe.




DANKE

Wir haben Dankgottesdienst gefeiert und haben nun noch eine besondere Begrüßung vorzunehmen. Heute werden keine wohlverdienten Menschen unserer Pfarre in den Mittelpunkt gestellt - davon hätten wir gerade heuer sehr viele! -, sondern unsere renovierte Pfarrkirche, in der uns so viel Neues begegnet.

2 Pfarrgemeinderatsvorstände, Annemarie Kendler und Diakon Franz, werden die Begrüßung aussprechen.

Altar, Ambo, Taufbecken, Vorstehersitz: das sind die zentralen liturgischen Orte unserer, ja jeder katholischen Kirche. Ihr erinnert euch:
wir haben Steine gesammelt bei der Bußandacht. Erstkommunionkinder und Firmlinge haben Steine gebracht, aus vielen Ländern wie z.B Israel, Italien, Indien sind Steine gekommen. Sie alle wurden hineingegossen in unsere liturgischen Orte. Die vielen gebrachten Steine symbolisieren:
wir bauen Kirche mit, jede und jeder von uns ist ein Baustein der Kirche. Wir begrüßen die neuen zentralen Orte in unserer Kirche!

Wer Altar und Ambo jetzt sieht: Der Beton erinnert an den ewigen Gott, das eingelassene Holz symbolisiert den vergänglichen Menschen. Außerdem erinnert der Holzeinlass beim Altar an einen Fisch, an Petrus den Fischer und dass es unsere Aufgabe heute ist, Menschenfischer zu sein, Menschen einzuladen zur göttlichen Tischgemeinschaft in der Kirche.

Die Taufkapelle ist bewusst beim Haupteingang unserer Kirche. Denn die Taufe ist der Eintritt in die Kirchengemeinschaft, der Beginn des Weges mit Christus. Gegenüber der Taufkapelle ist der Versöhnungsort, der Beichtraum. Wer bereut und das Bußsakrament empfängt, tritt wieder neu ein in die Gemeinschaft der Kirche, die er durch sein Verhalten verletzt oder verlassen hat. Die Heilige Maria, deren Statue nun in dieser Kapelle steht, sei uns immer wieder Begleiterin hinein in die Gemeinschaft der Kirche.

Diese beiden Kapellen wurden total neu gestaltet. Es braucht sicher eine gewisse Zeit, bis wir uns an die Gestaltung gewöhnen. Aber der Künstler hat mit modernen, zeitgemäßen Gestaltungen versucht, Theologie umzusetzen.

Die Sakristei ist neu geworden, vor allem für unsere vielen Ministranten wurde ein neuer Raum geschaffen. Außerdem braucht die Technik mehr Platz als früher. Auch wenn in diesem Bereich noch nicht alles fertig ist, freuen wir uns über die gelungene Gestaltung.

Diesen Bereich werden noch nicht viele gesehen haben. Wer Interesse hat, darf natürlich nach der Messe einmal nach vorne kommen und diese Räume besichtigen. Sehr dankbar sind wir über unsere vielen Kinder und Jugendlichen, die ministrieren. Sie geben unseren Feiern Frische und Freude!

Viele kleine Dinge ergänzen unseren Kirchenraum: Der Kerzerlständer ganz hinten mit den orthodoxen Kerzen. Die Wand bei den Kerzen wird noch gestaltet. Der Schriftenstand wird erst gemacht, auch die Wand mit den Bildern der Täuflinge und der Verstorbenen kommt erst! Beim Ausgang auf der Kirchenplatzseite steht jetzt unser altes Taufbecken. Es stand vorne links und war über Jahrzehnte unser Taufbecken. Es soll uns immer an die Taufe erinnern. In den beiden Eingangsbereichen zur Kirche werden noch Pinnwände montiert für Plakate und Ankündigungen.

Ihr seht schon: vieles ist noch nicht fertig! Das kommende Jahr wird noch so einiges geschehen müssen, damit zum Erntedankfest dann wirklich alles in- und außerhalb der Kirche fertig ist!
Aber jetzt ist der große Druck weg, dass alles an einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein muss. Auch der Hochaltar, die Kanzel und die Seitenaltäre werden im kommenden Halbjahr fertiggestellt. Und die Außenanlagen der Kirche werden schön gestaltet.

Ja und der Kirchenplatz! Begegnungszone, Marktmitte, Hauptplatz, Veranstaltungsort, ... Der Kirchenplatz bleibt der Kirchenplatz, wird aber nun vielseitig genützt werden, ohne dass unseren pfarrlichen Aktivitäten ein Schaden erwächst. Wir werden gut koordinieren und wünschen uns, dass im Schatten der Kirche viele Begegnungen möglich werden. Der Kirchenplatz soll bis zum Marktfest Anfang Mai ganz fertig sein und dann ein Anziehungspunkt für Jung und alt werden.
Der Kirchenplatz ist kein Parkplatz, das möchten wir deutlich sagen und betonen!

Ein großes Danke an dieser Stelle an die Gemeinde, an Altbürgermeister Christoph, unter dem die Neugestaltung initiiert wurde, und ein besonderes Danke dem jetzigen Bürgermeister Harald, der mit Tatkraft und Schwung am Werk ist.
Als Pfarre und als Pfarrer bedanke ich mich für das gute Miteinander beim Bürgermeister und dem gesamten Gemeinderat und wünsche uns allen, dass der Kirchenplatz Mitte vieler Veranstaltungen sein wird, die unser Purgstall noch lebenswerter machen.

Als Pfarrer darf ich den Hauptamtlichen und zum Dienst Berufenen der Pfarre am Ende eines Kalenderjahres für Eure geleistete Arbeit ein Danke der Pfarrgemeinschaft aussprechen! Ihr seid das Rückgrat der Pfarraktivitäten!
Danke unseren beiden ständigen Diakonen: Diakon Peter und Diakon Franz für Eure Umsicht und Schaffenskraft, für Euer Glaubenszeugnis und Euer Wirken!
Noch einmal möchte ich an den verstorbenen Diakon Ferdinand erinnern und sein Wirken in unserer Pfarre!
Danke unserer kompetenten Sekretärin Angela und der Regina, die im Hintergrund noch fleißig mithilft.
Danke der Pastoralassistentin Hemma, die gut eingestiegen ist in die Arbeit.
Ein ganz großes Danke unserer Wirtschafterin im Pfarrhof, der Rosi, die mit Fleiß und Freundlichkeit ihren Dienst für die Pfarrhofbewohner und die Menschen in der Pfarre ausübt.
Ein Riesen-Danke der großen Schar der freiwilligen Helferinnen und Helfern im Vorder- und Hintergrund für jede Mitsorge in unserer Pfarre!