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GebeteDer Sonntag lehrt uns, wir sind mehr wert als unsere Leistung und unser Konsumieren. Leben erhalten und pflegen, den Sonntag sonntäglich machen und ermöglichen, den Sinn des Lebens zu erschließen. Wird im Sonntagsgottesdienst die Mitte des Lebens erfahren, wird aus dieser Mitte unser Leben getragen. Lebendiger Gott, leg du heute in den Boden unseres Lebens das Samenkorn deiner Liebe. Das Kreuzzeichen auf meinem Körper will mir sagen: Gott braucht mich mit Kopf Herz und Händen (Andrea Schwarz) Ich sehe Ich sehe den sanften Wind in den Lärchen gehn und höre das Gras wachsen, und die anderen sagen: Keine Zeit! Ich sehe den wilden Wassern zu und den Wolken über den Bergen, und die anderen sagen: Wozu? Ich sehe den Schmetterlingen nach und den spielenden Kindern, und die anderen sagen: Na und? Ich kann mich nicht satt sehen an allem, was ist, und die anderen sagen: Was soll`s? Ich bewundere dich, o mein Gott, in allem, was lebt, und die anderen sagen: Wieso? (Lothar Zenetti) Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir. (Nikolaus von Flüe) Regeln für ein Telefongespräch mit Gott In der heutigen Zeit kann man das Beten als ein "Telefonieren mit Gott" bezeichnen. Dabei gelten allerdings folgende Regeln: Prüfe bei Unterbrechungen, ob du nicht selbst in Gedanken den Kontakt gestört hast! Ein Telefongespräch mit Gott ist kein Monolog. Rede nicht unablässig, sondern höre hin, was auf der anderen Seite gesagt wird! Gewöhne es dir nicht an, Gott nur ber den Notruf anzuläuten! Telefoniere mit Gott nicht nur zu Zeiten des verbilligten Tarifes, also vornehmlich am Wochenende. Auch an den Werktagen müsste regelmäßig ein kurzer Anruf mölich sein. Merke: Telefonate mit Gott sind gebührenfrei! ES IST GEBOREN DIE LIEBE. ES IST GEBOREN DER FRIEDE. ES IST GEBOREN DIE GERECHTIGKEIT. ES IST GEBOREN DIE HOFFNUNG. ES IST GEBOREN DIE FREUDE. ES IST GEBOREN CHRISTUS DER HERR. EINFACH ZUM NACHDENKEN Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind. Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie nur zu sehen. Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt. Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist. Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären. Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind. Wir müssten es ihnen nur sagen! Ich glaube an Gott, der unser Vater ist. Er hat die Welt erschaffen und unser Leben. Er ist ein Gott der Liebe, der liebend seine Werke begleitet: Die Erde und das Weltall, Pflanzen und Tiere Und jeden Menschen, auch mich. Ich glaube an Gott, der das Wohl und Glück aller Menschen will, der mir immer wieder in anderen Menschen begegnet in meinem täglichen Leben. Ich glaube an Gott, der Mensch geworden ist in Jesus Christus, der gelebt hat wie wir: er wurde geboren von Maria und hat als liebender Mensch gelitten unter Hass und Ungerechtigkeit, unter Herrschsucht und Gewalt, unter Lüge und Verleumdung. Ich glaube an Gott, der gestorben ist, damit wir leben, der sich aus Liebe zu uns Menschen hingibt. Ich glaube an Gott, der lebt und der uns nahe ist. Sein Geist ist unter uns, überall dort, wo wir ihn zulassen. Sein Geist ist unter uns, wenn wir uns versammeln als Gemeinschaft. Ich glaube an Gott. (Monika Liedler) Herr Jesus Christus, du gibst diesem Tag die Mitte! Du gibst diesem Tag die Ausrichtung. Du bist diesem Tag das Ziel! (Franz Kronister) Gott allein kann Leben schenken,
aber du kannst es weitergeben und achten. Gott allein kann Glauben schenken, aber du kannst dein Zeugnis geben. Gott allein kann Hoffnung wecken, aber du kannst anderen Vertrauen schenken. Gott allein kann die Freude schenken, aber du allein ein Lächeln. Gott allein ist der Weg, aber du kannst ihn anderen zeigen. Gott allein ist das Unmögliche, aber du kannst das Mögliche tun. Gott allein genügt sich selbst, aber er hat es vorgezogen auf dich zu zählen. Meditation aus Ruanda Gebet von Ronaldo Munoz aus Chile: Die Kirche, die ich liebe Wenige Kathedralen aus Stein und Gold, viele Kapellen aus Lehm und Brettern. Wenige Reiche, die sich Gleichglütigkeit angewöhnt haben, viele Arme, die im Teilen von Leid erfahren sind. Wenige berechnende und kluge Gelehrte, viele einfache Leute, die von Glauben und Hoffnung wissen. Wenige Lehrer, die sich ihrer Lehre sehr sicher sind, viele Zeugen, die wirklich zuhören. Wenige Macht von Karrierepriestern, viel demütiger Dienst an den kleinsten Schwestern und Brüdern. Wenige Zeremonien in Palästen und Kasernen, viele Feste in Dörfern und Stadtrandvierteln. Wenige Segnungen von Waffen, Banken und Regierungen, viele Märsche für Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit. Wenig Angst vor dem Gott der Strafe und des Todes, viel Ehrfurcht vor dem Gott der Liebe und des Lebens. Wenig Gottesdienste mit dem Rücken zum Volk für Christus als ewigen König in der Höhe, viel Liebe für Jesus, den Begleiter, Propheten, Sohn des Vaters. So ist die Kirche, die ich liebe.
Fürs neue Jahr: Ich wünsche Dir nicht immer, aber ab und zu: Die Neugier der Ziege das stolze Selbstbewusstsein des Hahnes das dicke Fell des Elefanten. (Aus: Heidi und Hannes Bräunlich, Was ich dir wünsche © Groh Verlag GmbH, Germering) Gott, hier bin ich - meine Gedanken sind noch in dem Tag, den ich heute gelebt habe. Hier bin ich, Gott, und möchte so gerne ruhig werden - aber noch ist Unruhe in mir. Hier bin ich, Gott, und möchte gerne beten - aber ich finde keine Worte. Hier bin ich, Gott, und möchte dich hören - aber in mir ist noch so viel Lärm. Gott, hier bin ich, mit meinem Tag, den ich heute gelebt habe, mit der Unruhe in mir, mit meiner Sprachlosigkeit, mit dem Lärm in mir, der die Ohren taub macht. Du nimmst mich an, so wie ich bin. Gott, hier bin ich. (Andrea Schwarz) Fünf Vorsätze für jeden Tag Ich will bei der Wahrheit bleiben. Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen. Ich will frei sein von Furcht. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich will in jedem zuerst das Gute sehen. (Mahatma Gandhi) Worte Es gibt Worte, die einen aufbauen es gibt Worte, die beflügeln es gibt Worte, die man immer wieder gerne hört. Es gibt Sätze, die einen niederschmettern. es gibt Sätze, die dich fertig machen. es gibt Sätze, die du nicht mehr hören kannst. Worte wirken. Sätze sitzen. Ein gutes Wort kann Wunder wirken. (Hans Christian Neureiter) Großer Gott, meine Gedanken suchen dich. Meine Gebete gehen auf dich zu. Meine Liebe will bei dir sein. Großer Gott, wir beten dich an! (Franz Kronister) Großer Gott, nur vertrauensvoll können wir uns dir nähern nur betend können wir deine Gegenwart erfahren, nur liebend können wir dich hineintragen in diese Welt. (Franz Kronister)
Großer Gott,
verweilen in dir, um stark zu sein für unser Leben, deine Liebe spüren, um gerüstet zu sein für die Aufgaben des Alltags. Du bist bei uns! (Franz Kronister) Du bist bei mir alle Tage alltags Du bist mein Gott des Alltags dann darf ich dir bitte schön auch meinen Ärger über die hohe Reparaturrechnung die Freude über den Fischreiher meine Einsamkeit heute abend und das zerrissene Schuhband übergeben und jetzt beschwer dich nicht so sieht mein Alltag aus (Andrea Schwarz) Mit meinem Gott überspringe ich Mauern und wenn ich mich Zentimeter für Zentimeter darberkämpfen muss (Andrea Schwarz)
Ich bin dein Gott
der dich aus deiner Einsamkeit herausführt Ich bin für dich da ich verlasse dich nicht Ja, wehr dich leugne mich flüchte ich lasse dich nicht allein ich dein Gott habe dich lieb (Andrea Schwarz) Lieber Gott manchmal möchte ich mich einfach in deine große warme Hand hineinschmiegen aber dazu muss ich mir erst meiner Kleinheit bewusst werden (Andrea Schwarz) "Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte dich nicht!" Zufrieden alt und älter werden, sich freuen können trotz Beschwerden, die Menschen nehmen wie sie sind und trösten können ein trauriges Kind - das ist Gnade. Zurückzudenken voll Dankbarkeit an die durchschrittene Lebenszeit, das Gute, das du erfuhrst, nicht vergessen, das eigene Leid mit andern nicht vergleichen, nicht messen - das ist Gnade. Mit einem Menschen gemeinsam wandern, sich lieben dürfen, einer den anderen, so Glück wie Leid miteinander teilen, die Wunden des Herzens einander heilen - das ist Gnade. Sich selber nicht allzu ernst nehmen, sich zu Freundlichkeit auch bei Ärger bequemen, auch einmal über sich selber lachen, mit Humor den anderen Freude machen - das ist Gnade. Nicht auf vergängliche Dinge bauen, zu allen Zeiten dem Gott der Liebe vertrauen, um unserer Schuld Vergebung wissen, drum niemals je verzagen mssen - das ist Gnade. Getrost in die Zukunft schauen zu können, sich zum Sieger über den Tod bekennen, die Ewigkeit schon jetzt im Herzen tragen in guten und in schweren Tagen - das ist Gnade. Und schaut Ihr nun hinein auf das gemeinsame Leben, auf die schönen Jahre, die Gott Euch gegeben, dann könnt Ihr im Buch der Vergangenheit lesen: Es ist alles in Gottes Gnade gewesen! Warunung Erwarte nicht zuerst dass deine Gebete erhört werden Höre vielmehr was sie von dir erwarten (Wilhelm Bruners)
Gebet
Was Liebe ist und was Liebe nicht istGott weil ich mit dir noch nicht zu Ende bin muss ich dir immer wieder zu nahe treten stolpere ich manchmal über deine Füße deinen Mund dein Schweigen nur eines will ich nicht dich entlassen aus meiner Nähe weil ich mit dir noch nicht zu Ende bin (Wilhelm Bruners) Liebe ist, wenn dir das Leid anderer weh tut, wenn du den Hunger von Millionen am eigenen Leib spürst, wenn die Einsamkeit und die Angst, die Not und die Verzweiflung der Kleinen und Schwachen dein eigenes Herz zerreißen. Liebe ist nicht schwach. Liebe ist nicht blind. Liebe ist nicht die negative Haltung: Ich tue ja nichts Schlimmes. Liebe ist keine passive Verträglichkeit. Kein Prüfen des anderen, ob er wohl der Liebe wert ist. Lieben heißt konkrete Menschen lieben, so wie sie sind, jeden Tag, auch wenn der tägliche Umgang für die gegenseitige Achtung manchmal mörderisch werden kann. Menschen deshalb lieben, weil sie so "liebenswürdig" sind, endet in einem Fiasko. Menschen sind nicht immer so liebenswert, dass man sie von selber gern hat. Feinden vergeben und Gegner gern haben, Böses mit Gutem vergelten ist übermenschlich, wenn es nicht einen höheren Grund gibt und eine tiefere geistige Motivation. (Phil Bosmans) Feiere bisweilen dein Leben. Feiere, dass du gesund bist, dass dir das Leben mit Herausforderungen begegnet. Feiere das Geschenk von Freundschaften und deine Fähigkeit zu lieben. Feiere deine kleinen alltäglichen Erfolge und die Entscheidungen, die dich einen Schritt dir selbst nähergebracht haben. Feiere, dass einer JA zu dir sagt. Feiere, dass einer dich anspricht: Gott in seinem Wort. FRIEDE, nimm meine Hand; kreise in jeder Zelle, jeder, mit dem Brot, das dich speist. Lass dich weiterreichen vom Hand zu Hand. Amen. FRIEDE, nimm meinen Mund; keime in jedem Wort, jedem, mit dem Wort, das dich schuf. Lass dich weitersagen von Mund zu Mund. Amen. FRIEDE, nimm meinen Fuß leben in jedem Schritt, jedem, mit dem Ziel, das dich ruft. Lass dich weitergehen von Weg zu Weg. Amen. FRIEDE, nimm auch mein Herz; atme in jedem Schlag, jedem, mit dem Geist, der uns liebt. Lass dich weiterlieben von Mensch zu Mensch. Amen. (Christa Peikert-Flaspöhler) Du bist von mir geliebt! Wie oft wünsche ich mir, das zu hören! Warum schweigst du, Gott? Warum sagst du mir nicht, dass du mich liebst? Was, du hast es mir gesagt, jeden Tag? Habe ich deine Stimme überhört? Ich habe nicht richtig zugehört? Du meinst, deine Stimme spricht auch durch die Menschen? Dann schenke mir feinere Ohren, Gott, damit ich besser hinhören kann und besser verstehen kann, wenn andere zu mir sagen: DU BIST GELIEBT!!! (Monika Liedler) Du schaust mich an, wie keiner mich sieht. Dein Blick dringt vor bis zum Grund der Seele. Du erkennst und liebst mich. Du siehst meine Wege und Umwege. Du hast die Geduld, mich zum Ziel zu führen. (Martin Gutl)
Gott,
Gott hilf uns ich träume von einer Kirche, die immer neue Wege zu den Menschen sucht und erprobt mit schöpferischer Phantasie. Ich träume von einer Kirche, die offen ist für das Anliegen Christi und sich deshalb interessiert für das Leben der Menschen und für die Erneuerung der Welt im Geiste Jesu. Ich träume von einer Kirche, die eine Sprache spricht, die alle verstehen, auch Kinder und Jugendliche, in der sich auch die Jugend spontan und lebendig ausdrücken kann, die Raum lässt für Initiative und Mitentscheidung. Ich träume von einer Kirche, die prophetisch ist und die ganze Wahrheit sagt, die Mut hat unbequem zu sein und die unerschrocken das Glück der Menschen sucht. Ich träume von einer Kirche, die Hoffnung hat, die an das Gute im Menschen glaubt und die gerade in einer Welt voll Furcht und Verzweiflung voll Freude auf Gottes Führung baut. Gott, stärke unsere Bereitschaft an dieser Kirche mitzubauen. dass wir in allen wüsten deine quelle finden und nicht in fremde brunnen falln dass wir auf deinen brücken gehen über der angst vor leben vor tod dass wir wieder lachen können ohne lügen zu müssen ohne in trüben zu baden dass wir keine götter werden wollen und maschinen werden GOTT HILF UNS MENSCHEN MENSCH ZU SEIN (Günter Ullmann) In einer Welt des Unfriedens und der Gewalt lass uns Boten der guten Nachricht für die Armen sein, Kinder der Gnade und Versöhnung, Friedensstifter. Lass uns heute unser Herz nicht verhärten wie unsere Väter in der Wüste, sondern das Feuer des Heiligen Geistes empfangen... Möge dein Wort uns wie ein scharfes Schwert durchdringen; möge es uns helfen, die Pfade gegenseitiger Vergebung öfter als "sieben mal sieben" zu beschreiten; möge es uns lehren, Friedensstifter zu sein, damit die Zivilisation der Liebe Zeugnis gibt von deinem Königreich, das da ist und kommen wird durch Christus, unseren Herrn. (Johannes Paul II) Beten ist verweilen bei einem Freund. (Teresa von Avila) Glaubensbekenntnis P.: Ich glaube an Gott, der unser Vater ist. A.: Ich glaube an Gott, der unser Vater ist. V.: Er hat die Welt erschaffen und unser Leben. Er ist ein Gott der Liebe, der liebend seine Werke begleitet: Die Erde und das Weltall, Pflanzen und Tiere und jeden Menschen, auch mich. P.: Ich glaube an Gott, der das Glück aller Menschen will. A.: Ich glaube an Gott, der das Glück aller Menschen will. V.: Der mir immer wieder in anderen Menschen begegnet in meinem täglichen Leben. P.: Ich glaube an Gott, der Mensch geworden ist in Jesus Christus. A.: Ich glaube an Gott, der Mensch geworden ist in Jesus Christus. V.: Der gelebt hat wie wir: er wurde geboren von Maria und hat als liebender Mensch gelitten unter Hass und Ungerechtigkeit, unter Herrschsucht und Gewalt, unter Lüge und Verleumdung. P.: Ich glaube an Gott, der mein Leben kennt, A.: Ich glaube an Gott, der mein Leben kennt, V.: Der gestorben ist, damit wir leben, der sich aus Liebe zu uns Menschen hingibt. P.: Ich glaube an Gott, der lebt und der uns nahe ist. A.: Ich glaube an Gott, der lebt und der uns nahe ist. V.: Sein Geist ist unter uns, überall dort, wo wir ihn zulassen. Sein Geist ist unter uns, wenn wir uns versammeln als Gemeinschaft. P.: Ich glaube an Gott. A.: Ich glaube an Gott. (Monika Liedler) Du kannst das Evangelium oft lesen, jahrelang, ohne dass es dich wirklich in der Tiefe anspricht. Bis eines Tages ein Licht aufgeht. Bis dich aus einem hundertmal gelesenen Text Worte so heftig berühren und dein Herz überwältigen, dass du vor Freude außer dir bist. Jubeln möchtest du und danken, dass Gott dich angesprochen hat. (Phil Bosmans) Komm, ja komm, Gott komm mit deinem Feuer und entflamme mich komm mit deinem Atem und belebe mich Komm mit deiner Kraft und richte mich auf komm mit deiner Liebe und begeistere mich Komm, ja komm, du Gott der Welt komm in vielen Propheten, die alles in Frage stellen und niemanden in Ruhe lassen Komm in Jesus Christus, der die Wunden heilt und alles lebendig macht Komm in allen Menschen, die lieben und den Frieden suchen Komm in allen Dingen, die mir begegnen und doch fremd sind Komm, ja komm, mein Gott und mach diese Welt zu deiner Wohnung. (Anton Rotzetter) Guter Gott, du rufst mich beim Namen, du kennst mich. Mit dir will ich mich einlassen auf ein Leben voller Dynamik. Mit dir will ich den Weg des Lebens gehen, bunt und vielfältig, dunkel und hell - du bist bei mir. In dir möchte ich verankert bleiben, damit du mein Halt bist. Guter Gott, führe mich zur Quelle, aus der das Wasser des Lebens fließt. (Monika Liedler) ICH BIN BEI DIR Gott hat sein letztes, sein tiefstes, sein schönstes Wort in unsere Welt hineingesagt. Und dieses Wort heißt: Ich liebe dich, du Welt, du Mensch. Ich bin da: Ich bin bei dir. Ich bin dein Leben. Ich bin deine Zeit. Ich weine deine Tränen. Ich bin deine Freude. Ich bin in deinem Leben, und ich verspreche dir, dein Ziel heißt Leben. Ich bin die Tür zum Leben. Ich habe dir eine Tür geöffnet, und ich verschließe sie nicht bis in Ewigkeit. Suchende sind wir, Herr, nach einem Sinn. Lass uns finden hinter den Worten: dein Wort. Tastende sind wir, Herr, nach einem Grund. Lass uns greifen hinter den Sätzen: dein Geheimnis. Hoffende sind wir, Herr, auf ein Zeichen. Lass uns lesen zwischen den Zeilen: dein Antlitz. Wartende sind wir, Herr, auf ein Echo. Lass uns hören zwischen den Pausen: dein Atmen. Sehnende sind wir, Herr, Tag für Tag. Lass uns spüren in unserer Sehnsucht: deine Liebe. Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst, dass ich verzeihe, wo man beleidigt, dass ich verbinde, wo Streit ist, dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist; dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht, dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo Kummer wohnt. Herr, lass mich danach trachten, nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern, dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern, dass ich liebe. Denn wer sich hingibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. (Frankreich 1913)
Dein Wort auf meiner Zunge Jesus Christus Dein Wort auf meiner Zunge Deine Güte auf meinen Lippen Deine Verheißung in meinen Gedanken Deine Zärtlichkeit in meinen Fingern Deine Liebe in meinem Herzen Dein Blut in meinen Adern Deine Kraft in meinen Füßen Deine Gestalt in meinem Leben Deine Herrlichkeit in meinem Leib Dein Leben in meinen Bewegungen (Anton Rotzetter)
Lob annehmen Staunen können wie ein Kind Mit offenem Mund und ausgebreiteten Armen Lob annehmen Lob weitergeben Im Loben Dir nahe sein (Nach Psalm 150) Es ist uns tröstende und ermutigende Gewissheit, unter Gottes liebendem Blick leben zu dürfen. Frühere Generationen haben diesen Blick Gottes als einengend und beängstigend empfunden. Eugen Roth beschreibt das im Gedicht: "Unter Aufsicht" Ein Mensch, der recht sich überlegt, dass Gott ihn anschaut unentwegt, fühlt mit der Zeit in Herz und Magen ein ausgesprochnes Unbehagen und bittet schließlich ihn voll Grauen, nur fünf Minuten wegzuschauen. Er wolle unbewacht, allein inzwischen brav und artig sein. Doch Gott davon nicht überzeugt, ihn ewig unbeirrt beäugt. Jemand hat dieses Gedicht umgeschrieben. Und das klingt so: Ein Christ, der recht sich überlegt: der Herr sieht an mich unentwegt, fühlt mit der Zeit in Herz und Magen ein ausgesprochnes Wohlbehagen. Er spürt: mein Leben wird ganz reich! Und außerdem merkt er zugleich, dass er ganz neue Wege geht und in Begeisterung gerät. Er fühlt: auf den Blick kann ich trauen, selbst Leben, Tod und Zukunft bauen. Der Christ sieht plötzlich Brüder, Schwestern, die nicht beachtet hat er gestern. Und schließlich fällt ihm auch noch ein: So wird es wohl im Himmel sein. Nun freut er sich in Gottes Namen, dass der Herr ihn ansieht - immer: Amen.
Unser Reden von Gott muss Hände bekommen, um anzupacken, wo es Not tut. Unsere Hoffnung auf Gott muss Phantasie bekommen, um Neues zu entwerfen und auch zu tun. Unser Gebet zu Gott muss Füße bekommen, um den Weg zu den Mitmenschen zu finden. Unsere Zuversicht auf Gott muss Worte bekommen, um trösten und aufrichten zu können. Unser Weg zu Gott muss Weite bekommen, um offen für alle zu sein. Unsere Vorstellung von Gott haben wir durch Jesus bekommen. Er wurde Mensch, damit wir Gott auf menschliche Weise erfahren können. (Christa Carina Kokol) Herr, wir danken dir für diese gemeinsame Feier, für das Mahl in dem du gegenwärtig bist. Wir danken dir, dass du dich in uns und durch uns offenbarst. Wir wissen, dass du durch uns auf dieser Welt sichtbar und spürbar gemacht wirst. Wir bitten dich daher: Lass uns daran arbeiten, jeden Menschen dieser Erde, sei er noch so unbedeutend, noch so arm, noch so unwillkommen, als dein Geschöpf zu erkennen. Du bist leibhaftig anwesend - in den Menschen in Indien, hier bei uns und auf der ganzen Welt. Dieses Geheimnis des Glaubens verpflichtet uns, dir zu dienen indem wir den Ärmsten der Armen dienlich sind. (Franz Hofmarcher) Weil du mich liebst, wie ich bin Gott, du weißt, wer ich bin. Du kennst mich, du siehst mich, wo ich auch bin und wie ich bin. Du weißt um meine Träume, meine Sehnsüchte und sogar mein tiefstes Inneres ist dir nicht verborgen. Du hast mir einen einzigartigen Weg - meinen Lebensweg - mitgegeben und hilfst mir, ihn zu finden und zu gehen. Dies ist nicht immer leicht, weil du mir die Freiheit schenkst, selbst zu entscheiden, wohin ich will. Ich bin daher schon manchmal einen Irrweg gegangen, fühlte mich allein und spürte dich nicht. Hilf uns, deine Richtung zu suchen, um richtige Wege und richtige Einsichten zu finden. Hilf uns, uns zu erinnern, dass auch, wenn wir verschiedene Berufungen und Beschäftigungen haben, wir uns gegenseitig respektieren auf den Wegen, die wir wählten. Lasst uns gemeinsam beten für die Gemeinschaft, die wir suchen.
Gebet in einer Kapelle
ruhender Raum, in dem ich zur Ruhe kommend dich ahnen kann göttlicher Raum, du öffnest dich meinem Suchen, du schenkst mir den Atem deiner Weite und Freiheit und wenn ich Zuflucht brauche, hüllst du mich, schützende heilige Höhle (Christa Peikert-Faspöhler)
GRÖSSE
Sonnengesang von Franz von AssisiWie groß bist du, mein Gott. Wie groß hast du den Menschen gemacht. Wie groß ist meine Sehnsucht nach deiner Größe! Ich strecke mich aus! (Marie-Luise Lengwald) Du höchster, mächtigster, guter Herr, Dir sind die Lieder des Lobes, Ruhm und Ehre und jeglicher Dank geweiht; Dir nur gebühren sie, Höchster, und keiner der Menschen ist würdig, Dich nur zu nennen. Gelobt seist Du, Herr, mit allen Wesen, die Du geschaffen, der edlen Herrin vor allem, Schwester Sonne, die uns den Tag heraufführt und Licht mit ihren Strahlen, die Schöne, spendet; gar prächtig in mächtigem Glanze: Dein Gleichnis ist sie, Erhabener. Gelobt seist Du, Herr, durch Bruder Mond und die Sterne. Durch Dich sie funkeln am Himmelsbogen und leuchten köstlich und schön. Gelobt seist Du, Herr, durch Bruder Wind und Luft und Wolke und Wetter, die sanft oder streng, nach Deinem Willen, die Wesen leiten, die durch Dich sind. Gelobt seist Du, Herr, durch Schwester Quelle: Wie ist sie nütze in ihrer Demut, wie köstlich und keusch! Gelobt seist Du, Herr, durch Bruder Feuer, durch den Du zur Nacht uns leuchtest. Schön und freundlich ist er am wohligen Herde, mächtig als lodernden Brand. Gelobt seist Du, Herr, durch unsere Schwester, die Mutter Erde, die gütig und stark uns trägt und mancherlei Frucht uns bietet mit farbigen Blumen und Kräutern. Gelobt seist Du, Herr, durch die, so vergeben um Deiner Liebe willen Pein und Trübsal geduldig tragen. Selig, die's überwinden im Frieden: Du, Höchster, wirst sie belohnen. Gelobt seist Du, Herr, durch unsern Bruder, den leiblichen Tod; ihm kann kein lebender Mensch entrinnen. Wehe denen, die sterben in schweren Sünden! Selig, die er in Deinem heiligsten Willen findet! Denn sie versehrt nicht der zweite Tod. Lobet und preiset den Herrn! Danket und dient Ihm in großer Demut! Blatt-Meditation: "Was uns leben lässt" (Jeder bekommt ein Blatt eines Baumes) Anhand dieses Blattes wollen wir nachdenken, "was uns leben lässt". Schaut auf das Blatt in eurer Hand. Es kommt nicht darauf an, zu erkennen, ob dieses Blatt von einem Kastanien- oder Nussbaum, von einer Eiche oder einem Weinstock ist. Wenn wir uns das Blatt ansehen, erkennen wir auf beiden Hälften ein durch Adern gebildetes Versorgungssystem, das es dem Blatt ermöglicht, aufgenommene Nährstoffe bis hin zu seinen Blattspitzen zu leiten. S T I L L E Blatt und Stamm stehen folglich in einer Beziehung zueinander. Sie sind voneinander abhängig. Die Blätter - und auch dieses mein Blatt - lassen den Baum leben; der Stamm lässt Blätter wachsen. Zweig, Ast, Blatt, Stamm ergeben eine aufeinander zugeordnete Gemeinschaft: den Baum. S T I L L E Was hat das mit dem menschlichen Dasein zu tun? Wenn wir die Blätter als Gesellschaft sehen, so wird uns klar, dass auch unsere Lebensquelle in der Gemeinschaft besteht, verzahnt ineinander, angewiesen auf denselben Stamm. "Was lässt mich leben?" echte Freude spürbares Vertrauen ein Mensch, der mich liebt ein Mensch, den ich liebe brauchen und gebraucht werden das Leben als Auftrag nehmen S T I L L E So wie das Blatt in meiner Hand beiträgt zum Leben des Baumes, so ist auch für die Gemeinschaft unter den Mitmenschen das Nehmen und Geben entscheidend. Stammt nicht all unsere Lebensfreude, unser Vertrauen zueinander aus dem gemeinsamen Beziehungspunkt Jesus Christus - aus dem "Stamm", der uns hält und trägt? Der zu uns sagt: "Ich bin gekommen, damit ihr das Leben habt, und es in Fülle habt" (Joh 10, 10). Leben: das heißt, dem Glauben eine leibliche Gestalt geben und ihn in Wort und Tat umsetzen. S T I L L E Gott, du bist ein Gott des Lebens und Du willst, dass wir Menschen in deiner Schöpfung das Leben in Fülle haben. Lass uns leben nach deinem Willen. Lass uns die Zeit leben, die du uns schenkst. Wir bitten um Aufmerksamkeit, dass wir unsere Zeit nicht töten, nicht verträumen, nicht verspielen, sondern das Richtige aus Liebe versuchen. Amen. Wir brauchen einander! Den einen, weil wir ihn lieben oder er uns liebt, den anderen, weil wir Distanz und Abstand lernen müssen. Den einen, weil er unser Leben in Frage stellt, den anderen, weil er uns bestätigt. Den einen, weil er uns zu uns selbst führt, den anderen, weil er uns zu den Mitmenschen führt. Den einen, der uns auf Gott aufmerksam macht, den anderen, durch den Gott uns auf etwas aufmerksam macht. Wir brauchen einander in den vielfältigsten Situationen unseres Lebens. Herr, hilf uns und stärke unser Miteinander. Immer wieder der aufbruch verlassen der höhle durch den engen gang in die ungeborgenheit des lichts Im licht leben müssen stehen im unausweichlichen zurückgeworfen auf dich selbst hineingestossen in die kälte aber doch gehalten und beschattet in der lichthölle welt (Wilhelm Bruners)
Gott, wir bitten dich: Gib uns den Wunsch, dein Wort zu suchen. Gib uns das Licht, dein Wort zu finden. Gib uns den Geist, dein Wort zu glauben. Gib uns den Mut, dein Wort zu leben. Lass uns erkennen, was wir sind. Lass uns glauben, was wir beten. Lass uns tun, was du uns sagst. Lass uns wachsen in der Liebe zu dir.
Herr, manchmal frage ich mich, ob es einen Sinn hat, zu dir zu beten. Ich frage mich, ob du mich hörst, ob du mir wirklich zuhörst, wenn ich rede. Herr, erbarme dich unser! Herr, manchmal frage ich mich, ob es dich wirklich gibt. In mir schleicht die Frage hoch, wo du bist, wie du bist, wer du bist. Christus, erbarme dich unser! Herr, manchmal fällt es mir schwer an dich zu glauben. Alles andere ist realer als deine Liebe. So vieles drängt sich in den Vordergrund. Herr, erbarme dich unser! Erblindet, nichts sehend. - Blind. Sehend, und doch blind vor den leuchtenden Augen, den netten Gesten gegenüber; nicht ahnend, dass da jemand ist, der auch gesehen werden möchte. Je mehr wir im stillen Gebet empfangen, desto mehr können wir in unserem täglichen Leben ausgeben. (Mutter Teresa)
Ein Engel
Gebet um Lebensfarbenist jemand, den Gott dir ins Leben schickt, unerwartet und unverdient, damit er dir, wenn es ganz dunkel ist, ein paar Sterne anzündet. (Phil Bosmans) HERR, in meinem Leben gibt es viel Alltagsgrau. Ich bitte dich um Lebensfarben in mir, damit mein Leben mit dir und den Menschen besser gelingen kann. Herr, gibt mir viel vom GELB des Lichtes für die Dunkelheiten in meiner Seele. Herr, gib mir vom ORANGE der Wärme gegen alles Unterkühlte in meinem Herzen. Herr,gib mir vom GRÜN der Hoffnung, wenn ich keine Kraft mehr habe. Herr, gib mir vom ROT der Liebe, um davon wieder austeilen zu können. Herr, gib mir vom VIOLETT der Buße für den Weg zu Umkehr und Neuanfang. Herr, gib mir vom SCHWARZ des Todes, damit ich mich einstimme auf Abschiede. Herr, gib mir vom WEISS des Neuen, um für dich offen und bereit zu sein. Herr, gib mir vom BRAUN der Erde für Beständigkeit und Ausdauer. Herr, gib mir vom kostbaren GOLD, dass ich dich als das Kostbare ehre. Herr, gib mir ein wenig von allen Farben, denn buntes Leben lebt sich leichter. Herr, zeige mir ab und zu einen Regenbogen, damit ich weiß: Du bist ja da! (Ursula Bittner)
Menschenfischer
geh und lass alles liegen geh und suche den Weg geh und finde den anderen geh und tu was du kannst geh und sing vor den Menschen geh und hoffe auf Gott geh und rufe die anderen geh und gib ihnen Brot geh und teile das Leben geh und sei bei den anderen geh und sprich Gottes Segen geh und knüpfe das Netz. Gesucht Menschen, die gerade sind. Krumme gibt es schon. Menschen, die sich erbarmen. Die wegschauen gibt es schon. Menschen, die ums tägliche Brot bitten. Die es sich täglich nehmen gibt es schon. Menschen, die ihr Leben ins Spiel bringen. Die mit dem Leben anderer spielen gibt es schon. Menschen, die aufstehen gegen Gewalt. Die auf Gewalt stehen gibt es schon. Menschen, die einander aufrichten. Die einander richten gibt es schon. Menschen, die den Mut haben zu dienen. Herren gibt es schon. Menschen, die für den Frieden leben. Die für Kriege sterben gibt es schon. Menschen, die neu anfangen. Die fertig sind gibt es schon. Gesucht Menschen, die Mensch werden wollen. Jesus Christus, von Anfang an warst du in Gott. Seit Beginn der Menschheit warst du lebendiges Wort. Du bist gekommen und hast uns das schlichte Vertrauen des Glaubens nahegebracht. Es kommt der Tag, an dem wir sagen können: Ich gehöre Christus, ich bin aus Christus. (aus: In allem ein innerer Friede. Taizé)
Auferstandener Christus, mit dir gehen wir vom Schatten zum Licht. Unser Leben öffnet sich für den Heiligen Geist. Er kommt und entfaltet in uns, was wir nicht einmal zu hoffen wagten. (aus: In allem ein innerer Friede. Taizé)
Heiliger Geist deine Nähe ist Feuer. Leben wir in Gemeinschaft mit dir, hast du, auch wenn ein Gebet scheinbar nicht erhört wurde, schon in uns gehandelt, und wir wissen vielleicht nicht wie. (aus: In allem ein innerer Friede. Taizé) Jesus Christus, du lässt uns niemals in eine Mutlosigkeit taumeln, sondern ermöglichst uns Gemeinschaft mit dir. Mag es für jeden Menschen leidvolle Prüfungen geben - vor allem ist da ein Erbarmen, das von dir kommt. Es belebt uns neu. (aus: In allem ein innerer Friede. Taizé)
Josef, der Träumer Josef, ein Traummann Gottes, ein Traumpartner Marias, ein Mann, der gerecht war, der sich noch richtig Zeit lassen konnte, der nachdenken, eine Sache überschlafen konnte. Josef, ein Mann, der ein Ohr hatte für Gott, der Gott und Mensch vertrauen konnte. Josef, der Träumer, Josef, der Traummann, der sich traut, Gott zu trauen. Kennst du einen Menschen, wo du hingehen kannst, wenn du selber nicht mehr weiter weißt, dem du alles sagen kannst, was dich schon lange drückt, der nicht sagt: Du bist total verrückt? Geh zu diesem Menschen, geh zu ihm, zu ihr. Und manchmal sei für andere selbst solch ein Mensch! Kennst du einen Menschen, der dich sehr gut kennt: deine Träume, deine Schmerzen, deine Schuld? Der dich akzeptiert, so wie du wirklich bist, der für dich ein starkes Kraftfeld ist? Geh zu diesem Menschen, geh zu ihm, zu ihr. Und manchmal sei für andere selbst solch ein Mensch! Kennst du einen Menschen, der auch hart sein kann, der dich fordert und dir nichts erspart? Der dir manchmal wehtut und dich hinterfragt, der dir offen seine Meinung sagt? Geh zu diesem Menschen, geh zu ihm, zu ihr. Und manchmal sei für andere selbst solch ein Mensch! Kennst du einen Menschen, der vom Ziel was weiß, von den Sackgassen und Umwegen auch? Der die Spuren deutet, der den Kompass lesen kann, der dich fragt: Wohin? Wozu? Und: Wann? Geh zu diesem Menschen, geh zu ihm, zu ihr. Und manchmal sei für andere selbst solch ein Mensch! (Hermann Josef Coenen) Getauft mit Wasser und dem Heiligen Geist. Mit Güte Mit Liebe Mit Zuwendung. Getauft zur Umkehr Zum Wagnis Zu neuen Schritten Zu kleinen und großen Veränderungen Zu neuem Leben Getauft als Tochter, als Sohn Auf Ihn Auf Dich - Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Sinnsprüche und kurze Gedanken Der Himmel geht über allen auf! Wir danken dir, Herr, dass du mit uns bist. Gott hält das Leben in der Hand. Der Herr wird dich mit seiner Güte segnen. Du bist das Licht der Welt. JA sagen heiß beginnen, jeder Weg hat sein eigenes Ziel. Meine Zeit steht in deinen Händen. Der Herr ist mein Hirte. Liebe ist nicht nur ein Wort, Liebe das sind Worte und Taten. In deinem Namen wollen wir den Weg gemeinsam gehen. Halte deine Träume fest, lerne sie zu leben. Das Leben sieht mit Gottes Augen ganz anders aus. Gemeinsam lösen wir alle Fragen. Gib mir die richtigen Worte, gib mir den richtigen Ton. Warum denn bauen wir nicht Bürcken zueinander? Kommet alle zu mir, die ihr geplagt und beladen seid! Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung. Üerall weht Gottes Geist! Steh auf, wenn dich jemand erniedrigt hat, wenn dich jemand geschlagen hat, wenn du dich verraten fühlst - auch das ist Auferstehung. Steh auf, wenn du meinst, es geht nicht mehr, wenn du niedergeschlagen bist, wenn du aufs Kreuz gelegt worden bist - auch das ist Auferstehung. Frieden beginnt, wo Habsucht, Hass und Gier aufhören. Vergiss deine Träume nicht, wenn die Nacht wieder über dich hereinbricht. Zurück SegensgebeteLateinamerikanischer Segen Gott umhülle dich: dass dir Luft zum Atmen bleibt, dass dir Feuer zum Wärmen bleibt, dass dir Wasser zum Trinken bleibt, dass dir Erde zum Leben bleibt. Gott umhülle dich. Gott, wir sagen dir Dank für alles Licht, das du uns geschenkt hast. Und wir bitten dich um deinen Segen für diese Kerzen. Wir bitten dich um dein Licht für alles, was dunkel ist um uns. Segne uns, Gott, Quelle und Ursprung allen Lichtes. Segne uns, Gott, der Licht für alle Menschen ist. Segne uns, Gott, Leuchtkraft, die entzündet. Segne uns, Gott, Vater, Sohn und Geist. Gott segne dich und schenke dir bunte Farben ins Gewebe deiner Tage, dass du graue Zeiten bestehen kannst, ohne in Hoffnungslosigkeit zu versinken. Gott segne dich und schenke dir und deinen Lieben helle Töne der Heiterkeit in die Melodie deines Lebens, Befreiung und Leichtigkeit und Tanz ohne fliehen zu müssen vor den Niederungen. Gott segne dich und schenke dir guten Boden unter deine Füße, deine Wurzeln hineinzusenken und genügend Halt zu finden, um nicht heimatlos zu bleiben auf dieser Erde. Amen Ich wünsche dir, dass du Spuren der Freude hinterlässt und des Glücks, Spuren der Hoffnung und der Liebe, Spuren der Gerechtigkeit und des Friedens, Dazu segne dich unser Gott des Friedens, der Liebe und der Hoffnung, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen. Nun geht in Frieden und bringt den Frieden zu anderen. Gott ermächtigt euch, seine Boten zu sein. Andere wollen von euch hören, was ihr von Gott gehört habt. Ihr könnt anderen tun, was Gott an euch getan hat. So wird sein Wort zu eurem Wort, sein Werk zu eurem Werk. Der Herr sei mit euch allen.
Dein Herz sei voll Zuversicht, dass nach jedem Gewitter ein Regenbogen am Himmel steht. Der Tag sei dir freundlich, die Nacht sei dir wohlgesinnt. Die starke Hand eines Freundes möge dich halten, Gott möge dein Herz erfüllen mit Freude und glücklichem Sinn. (Irischer Segenswunsch) Segen Der Herr, aus dessen Hand du kommst, der dein Vater ist, segne dich, er lasse dich gedeihen und wachsen an Leib und Seele. Er behüte dich vor Angst und Gefahr und allem Argen. Er lasse sein Angesicht leuchten über dir, wie die Sonne über der Erde Und sei dir gnädig, vergebe dir deine Schuld und mache dich frei. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich, er schaue in Liebe auf dich und tröste dich. Er gebe dir Frieden, das Wohl des Leibes und das Heil der Seele. So will es der Herr. So gilt es in Zeit und Ewigkeit. So gilt es für dich. Und so segne euch der mitgehende Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. (Aaron - Segen nach Jörg Zink) Geh mit der Ansage,
dass uns Gott wichtig nimmt und deshalb sein Tun mit unserem Tun verbindet. Dass Gott durch uns handelt und nicht ohne uns, den Hunger nach Gerechtigkeit In dieser Welt stillt. Geh mit der Absage an alle Trägheit, die die größtte Sünde der Gegenwart ist, an alle Feigheit, die uns daran hindert, den Mund aufzutun für die Stummen und Schwachen, an alle Ungerechtigkeit im Kleinen und Großen, die wir oft als unabänderlich hinnehmen. Geh mit der Zusage, dass Gott bei uns und mit uns ist, wenn wir in seinem Namen hinausgehen und handeln. So segne dich und alle Menschen, die dir wichtig sind, für die du Verantwortung trägst, der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Amen. (nach Kurt Rommel)
Segenswunsch dein Friede möge auf uns herabkommen dein Friede möge uns erfüllen dein Friede möge uns unruhig machen dein Friede möge uns sehnsüchtig machen dein Friede möge uns Mut zum Dunkel geben dein Friede möge uns Lust am Leben machen dein Friede möge uns Vertrauen lehren dein Friede möge uns auf die Suche schicken dein Friede möge Antwort auf meine Fragen sein dein Friede sei mit uns (Andrea Schwarz) Möge der auferstandene Christus dich segnen, im Licht des neuen Tages. O König der Könige, der du den Tod überwunden hast, steh uns bei. Wie die Sonne den neuen Tag bringt, so gibst du uns neue Hoffnung. Das Blut aus deinen Wunden verwandelt sich zum Quell neuen Lebens. O Jesus, sei bei uns in der Nacht und am Tag. (aus Irland)
Samen bringen wir - segne sie, o Herr. Felder bringen wir - segne sie, o Herr. Geräte bringen wir - segne sie, o Herr. Erntemesser bringen wir - segne sie, o Herr. Hände bringen wir - segne sie, o Herr. Uns selber bringen wir - segne uns, o Herr. (aus Ost-Afrika) Zurück Tod und AuferstehungGott wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. (Offb 21,3-4*)
Wo bist du? War meine Liebe zu schwach? Sie konnte dich nicht halten. War mein Geist zu träge? Hätte ich mich wehren müssen? Ich habe es zugelassen, dass man dich operiert, dass man dich quält, möglicherweise Fehler macht. Ich bin kein Fachmann. Habe vertraut. Dem ärztlichen Können und der göttlichen Macht. Dann hatte Gott Erbarmen. Er hat dich heimgeholt, sein großes Amen gesprochen - und mich zurückgelassen. Mein Herz weint voll Sehnsucht nach dir. Eins weiß ich: dir geht es gut. Du bist bei Gott. (Waltraud Thomas) Der Tod ist keine Tür, die endgültig schließt. Es ist vielmehr eine Tür, die auf ewig öffnet. (Roland Leonhardt) Auch wenn der heutige Tag dunkel erscheint, er ist nicht der letzte. Es gibt den helleren Tag, den Licht-Tag, den Tag der Auferstehung und des Wiedersehens. (Roland Leonhardt) In einem Meer von Tränen In einem Meer von Tränen versinke ich mein Gott. In einen Abrund von Trauer falle ich mein Gott. Und ich hoffe, dass auf dem Boden des Meeres das Leben ist und in der Tiefe des Abgrundes Du selbst der alle Toten lebendig macht mein Gott. (Anton Rotzetter) Auf der anderen Seite des Weges der Tod ist nichts ich bin nur in der Zimmer nebenan gegangen ich bin ich, ihr seid ihr das, was ich für euch war, bin ich immer noch gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt gebraucht nie eine andere Redeweise seid nicht feierlich oder traurig lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben betet, lacht, denkt an mich betet für mich, damit mein Name im Hause ausgesprochen wird so wie es immer war ohne irgendeine besondere Bedeutung ohne die Spur eines Schattens das Leben bedeutet das, was es immer war der Faden ist nicht durchschnitten warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin? ich bin nicht weit weg ich bin nur auf der anderen Seites des Weges. (Verfasser unbekannt) Vielleicht empfinden viele von uns so, wenn wir einen lieben Menschen verloren haben: Du gehst fort. Wir wissen nicht, wohin du gehst. Uns allen voraus? Wir wissen nur, dass du nie wieder zur Tür herein kommst, dass wir nie wieder deine Stimme hören, dein Lachen, deinen Atem. Keine Umarmung mehr, kein Kuss, keine zärtliche Berührung, keine Gespräche, keine gemeinsamen Zukunftspläne. Wir wissen nicht, wo du jetzt bist. Und doch können wir dich an allen Orten wieder finden, an denen du deine Spuren hinterlassen hast. Spuren auf dieser Erde, Spuren in unserem Herzen, und derer sind so viele. Wer dich geliebt hat, kann dich überall finden. Ein kleiner Trost in der Traurigkeit. Was bleibt, ist die geschenkte Liebe! Sie wird zur Straße ins Jenseits, zum Tor des Himmels. Die gelebte Liebe wird zur Hoffnung auf ein Wiedersehen, auf eine gemeinsame Zukunft in der Vollendung Gottes. Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, für die sanften Maiglöckchen und die dunklen Tannen, für den Schnee und den Wind, den Vogelflug und das Gras und die Schmetterlinge, für die Luft, die wir geatmet haben, und den Blick auf die Sterne und für all die Tage, die Abende und die Nächte. Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen. Bitte die Rechnung. Doch wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Ich habe euch eingeladen, sagt Gott und lacht soweit die Erde reicht: Es war mir ein Vergnügen! (nach Lothar Zenetti) Zurück AdventAdvent - alles beginnt mit der Sehnsucht - Unsere Sehnsüchte, so groß oder klein sie auch sein mögen, sind Sehnsüchte die nach dem rufen, der unseren Sehnsüchten Erfüllung geben kann. Advent ist die Zeit der Sehnsucht, verankert im menschlichen Alltag als Ausblick auf Ewiges. (Christa Kokol)
Barbarazweig Zweig, der dürr ist, Zweig, der starr ist, Zweig, der kalt ist. Bricht doch auf! Zweig, bring Knospen, Zweig, bring Blüten Zweig, bring Leben. Öffne dich! Zweig der Hoffnung, Zweig der Liebe Zweig der Weihnacht. Jesus komm! (AutorIn unbekannt)
ADVENT A Fensterl aufmachn jedn Tag und schaun, was dahinter is, a Kerzerl anzündn jedn Sunntag, und zuaschaun, wia's brennt, und woartn. Auf was? Auf's Fensterlaufmachn jedn Tag auf's Schaun, was dahinter is, auf's Kerzerl anzündn jedn Sunntag, auf's Zuaschaun, wia's brennt, und woartn. Auf was? Auf des, was d' da lang scho hamlich wünschst, auf was besunders Schöns, was unserans bestimmt nia kriagn wird, aba drauf gfasst muasst sein, und wartn. (AutotIn unbekannt) Advent Da kommt einer - und du übersiehst ihn! Da geht einer auf dich zu - und du bist verschlossen! Da klopft einer bei dir an - und du überhörst ihn, weil du so geschäftig putzt! Da tritt einer bei dir ein - und du bist außer Haus! Da wohnt einer bei dir - und du wirfst ihn raus! Da will einer sich mitteilen - und du schneidest ihm das Wort ab! Da wartet einer auf dich - und du zeigst ihm den Rücken! Da hat einer unendlich viel Zeit - und du bist nie zu sprechen! Da bringt einer Ruhe - und du bist zerstreut! Da kommt einer - und du siehst nur dich! Solange er immer noch kommt - kannst du dich ändern! ADVENT ist eine Zeit, in der wir einander Hoffnung zusprechen. Hoffnung, die ihren Ursprung in der Menschwerdung Gottes hat. Hoffnung, dass der verheißene Friede wahr werden möge. Hoffnung, dass Menschen in ihrer Hektik anhalten können. Hoffnung, dass Menschen aus ihrer Zerrissenheit herausfinden. Hoffnung, dass wir selbst zur Besinnung kommen, unsere Sinne neu auszurichten: auf das Wesentliche, auf das, was unserem Leben Richtung gibt, auf den Weg, der uns durch Jesus aufgezeigt wird. (AutorIn unbekannt) Adventruf Wie die Sonne aufgeht nach dunkler Nacht, so bist Du, Gott, uns Licht. Komm doch zu uns und bleibe bei uns, denn du bist uns Licht. Wie die Blüte aufbricht nach kaltem Frost, so bist Du, Gott, uns Trost. Komm doch zu uns und bleibe bei uns, denn du bist uns Trost. Wie ein Stern aufstrahlt in Finsternis, so bist Du, Gott, uns Weg. Komm doch zu uns und bleibe bei uns, denn du bist uns Weg. Komm doch zu uns und bleibe bei uns, unser Licht, unser Trost, unser Weg! (H. Neubauer)
Gottes Wort zeige dir Wege und Richtung Gottes Licht sei dir Stern in der Dunkelheit Gottes Kraft stütze dich in schwachen Tagen Gottes Weg führe dich durch Wüsten Gottes Plan baue dein Haus auf festen Felsen Gottes Freiheit löse die Fesseln deines Ichs Gottes Quelle lösche den Durst deiner Sehnsucht Gottes Regenbogen sei dir Ausgang und Eingang Gottes Geist ruhe immerdar auf dir Da kommt Einer und Du übersiehst ihn! Da geht Einer auf Dich zu - und Du bist verschlossen! Da klopft Einer bei Dir an und Du verschläfst ihn! Da tritt Einer bei Dir ein und Du bist außer Haus! Da wohnt Einer bei Dir und Du wirfst ihn raus! Da will Einer sich mitteilen - und Du schneidest ihm das Wort ab! Da wartet Einer auf Dich und Du zeigst ihm den Rücken! Da fragt Einer um Hilfe und Du verhärtest Dein Herz! Da lässt Einer Geschenke zurück und Du vergräbst sie! Da hat Einer unendlich Zeit und Du bist nie zu sprechen! Da bringt Einer Ruhe und Du bist zerstreut! Da kommt Einer und Du siehst nur Dich! Solange Er immer noch kommt kannst Du Dich ändern! Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich nicht ersticke im Berg der Arbeit. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich mich nicht verliere im Irrgarten der Gedanken. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich wieder glauben kann in den Zweifeln meiner Nächte. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich wieder sehe in dem Nebel meiner Wünsche. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich mich wieder höre in der Wirrnis der Stimmen. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich mich wieder öffne für die Welt, für den anderen, für Gott. Manchmal muss ich mich suchen gehen, damit ich wieder ich selber bin und nicht nur ein Schatten. Adventsegen Der Herr segne uns und schenke uns langen Atem in dieser Zeit, da alle rennen, alle drängen. Er lasse uns die Ruhe finden, die wir brauchen, um Ihm zu begegnen, damit wir nicht vergeblich warten auf den, der kommen will. Er lasse den Tau der Gerechtigkeit auf uns herabkommen, damit unsere Hoffnung auf Gott wachsen und unser müder Glaube sich erfrischen kann. Er schenke uns das Vertrauen, dass Er wirklich kommt zu uns und wir Ihn sehen, so wie Er ist: als Gott, der uns liebt und an uns denkt seit dem Tag, da wir geboren: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
In der Dunkelheit warten wir auf Licht. Dass in der finsteren Nacht uns ein Licht aufbricht. Gib uns offene Augen, damit wir die mutmachenden Hoffnungszeichen in der Welt nicht übersehen. Gib uns offene Augen, damit wir sehen, wo wir helfen können. In der Dunkelheit warten wir auf Licht. Dass in der finsteren Nacht allen Menschen ein Licht aufbricht. Ich habe auf das Licht gewartet aber vielleicht ist das Warten schon das Licht ich habe auf die Erfüllung gewartet aber vielleicht ist die Sehnsucht schon die Erfüllung ich habe auf die Freude gewartet aber vielleicht waren die Tränen schon Zeichen des Lebens ich habe auf Gott gewartet und ein Kind kommt zur Welt (Andrea Schwarz) Meistens wird Gott ganz leise Mensch die Engel singen nicht, die Könige gehen vorbei, die Hirten bleiben bei ihren Herden. Meistens wird Gott ganz leise Mensch. Von der Öffentlichkeit unbemerkt, von den Menschen nicht zur Kenntnis genommen. In einer kleinen Zweizimmerwohnung, in einem Asylantenwohnheim, in einem Krankenzimmer, in nächtlicher Verzweiflung, in der Stunde der Einsamkeit, in der Freude am Geliebten. Meistens wird Gott ganz leise Mensch, wenn Menschen zu Menschen werden. (Andrea Schwarz)
"Und in der Herberge war kein Platz..." Sie suchten, verloren im Dunklen der fremden Stadt. Sie sichen, sie fragen... sie bleiben allein im Dunkeln der Nacht. Sie suchen ein Licht, Wärme und Liebe. Sie bleiben allein. Menschen- verloren- in der Kälte einer hetzenden Zeit. Sie klopfen, sie fragen... siche suchen Liebe und Wärme, ein tröstendes Wort. Lassen wir sie ein? Zurück WeihnachtenIn jenen Tagen In jenen Tagen da erließ wieder einmal einer der Herrscher einen Befehl - und alle gehorchten. In jenen Tagen aber hatte Gott eigene Pläne - und er sandte seinen Boten, seinen blitzschnellen Einfall, um die Menschen auf seine Ankunft hinzuweisen. In jenen Tagen tanzten die Sterne, sangen die Engel, leuchteten die Menschen - denn sie begegneten Gott im Kind. Menschwerdung in jenen Tagen - und auch heute noch. (Monika Liedler) Eine Kerze durchbricht die Dunkelheit. Weit leuchtet das Licht. Ein Tropfen Wasser tränkt die Trockenheit. Weit sieht man das Grün. Ein Kind durchbricht die Einsamkeit. Weit klingt das Lachen. Viele Kerzen, viele Tropfen, viele Kinder - Wie hell wird unsere Welt. (Monika Liedler) Menschwerdung Niemand zwang ihn zu kommen und er fand: Götter gab es genug Da zog er sich in den äußersten Winkel zurück in einen Stall an ein Holz Seitdem spielt er nur noch eine untergeordnete Rolle eine menschliche (Wilhelm Bruners) Im Schnee an die Kraft der Krokusse glauben Unter alter Haut den neuen Menschen wachsen lassen Im Dämon der Nacht wie Jakob den Engel spüren Im Fallen auf Gottes große Hände hoffen. (Wilhelm Bruners)
Es werde, es werde hell auf der Erde. Aus klein werde groß, aus wenig werde viel, aus dunkel werde hell. Aus Trauer werde Freude, aus Hass werde Liebe, aus Wüste werde Garten. Aus Heute werde Morgen, aus Worten werden Taten, aus Erde werde Himmel. Aus Knospe werde Blüte, aus Korn werde Ähre, aus Tropfen werden Meere. Es werde, es werde hell auf der Erde. (Wilhelm Willms)
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Und das Wort ist nicht Wort geblieben, sondern Fleisch geworden. Und das Evangelium ist nicht Theorie geblieben, sondern Praxis geworden. Und der Glaube ist nicht Utopie geblieben, sondern gelebt worden. Und die Hoffnung ist nicht Phantasie geblieben, sondern Wirklichkeit geworden. Und Gott ist nicht abstrakt geblieben, sondern Mensch geworden. (Monika Liedler) Gehen wir gemeinsam zur Krippe mit unseren blockierenden Ängsten, mit unserer Sehnsucht nach Erlösung. Gehen wir gemeinsam zur Krippe, teilen wir mit den anderen, was uns bedrückt und lassen wir uns beflügeln von dem, was uns entgegenkommt. Gehen wir gemeinsam zur Krippe, horchend auf die Stimme unseres Herzens, die uns zur Hoffnung bewegt. Denn Gott kommt bei uns an. Gehen wir gemeinsam zur Krippe, damit er uns die Augen öffnet und wir ihn erkennen durch all den Weihnachtszauber hindurch, der uns den Blick auf den Menschgewordenen verstellt. Er ist da: Mitten unter uns. Gehen wir gemeinsam zur Krippe, damit wir das Geheimnis des Weihnachtsfestes entdecken. Im Anfang war das Wort Gottes. Und das Wort ist Fleisch geworden. Mitmensch den Menschen. Freund den Einsamen. Tröster den Trauernden. Helfer den Hilflosen. Heiler den Kranken. Stimme den Sprachlosen. Licht den Blinden. Und das Wort ist Fleisch geworden. Nicht Schall und Rauch. Das Wort ist Tat geworden. (Monika Liedler) Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da stieg dein allmächtiges Wort vom Himmel herab. Wer schweigt, kann Gottes Wort hören. Wer still wird, kann Gottes Ruf vernehmen. Wer wach ist, kann Gottes Gegenwart spüren. Wer sein Herz öffnet, kann Gott begegnen. Wer seine Hände ausstreckt, kann Gott umarmen. Wer sich selbst vergisst, vermag Gott zu lieben. Der Sohn Gottes erleuchte unsere Wege und lenke unsere Schritte, öffne unsere Welt für die Liebe und führe uns zum Frieden. Weihnachten ist Menschwerdung Gott wird Mensch aus Liebe Gott wird Mensch damit wir menschlich werden Gott wird Mensch damit wir göttlich werden Weihnachten ist Menschwerdung In den Kleinen, in den Unscheinbaren, in den Ängstlichen, in den Einsamen wird Gott Mensch In den Fröhlichen, in den Liebevollen, in den Fürsorgenden wird Gott Mensch Weihnachten ist Menschwerdung Heute in meiner Familie, heute in meinen Beziehungen, heute in meiner Arbeit, heute in meinem Alltag, heute in meinem Leben wird Gott Mensch (Monika Liedler) Wenn ein Licht in der Dunkelheit Menschen zusammenführt, jeder die Einsamkeit nicht mehr so drückend spürt, wenn du nach langer Zeit wieder an Freunde denkst, denen in Freud und Leid du deine Nähe schenkst, wenn sie weit weg von dir und doch nicht ferne sind, dann sind wie Sterne wir, freut sich in uns das Kind. (Johannes Bernhard Uphus) Dann leuchtet ein Stern
Folge dem Stern Wenn du versuchst, so zu leben, wie Gott dich gemeint hat, wenn du dein ursprüngliches Bild in dieser Welt sichtbar werden lässt, dann trägst du dazu bei, dass diese Welt heller und heiler wird. Wenn wir miteinander so leben, wie es Gott uns zutraut, dann werden wir immer mehr die Nacht dieser Welt erleuchten und zu Lichtträgern der Hoffnung werden. Dort wo du lebst, leuchtet dann mitten in der Nacht ein Stern, auch wenn er noch so klein ist. Aber dieser eine Stern verwandelt die Nacht. traue deiner Intuition die dich entschiedener werden lässt Folge dem Stern der dich zusammenführt mit andern die die Menschenfreundlichkeit Gottes in allen Dimensionen des Lebens suchen Folge dem Stern der deine dunklen Seiten erhellt im wohlwollenden Blick der Verwandlung Folge dem Stern der Menschen verschiedener Kulturen zur Begegnung beim Essen und Trinken führt Folge dem Stern der deinen Hunger und Durst nach Gerechtigkeit weiterträgt in dein soziales Engagement Folge dem Stern der dich an deine königliche Würde erinnert sie entlastet dich davon dir und anderen etwas beweisen zu müssen: du darfst sein wie du bist (Pierre Stutz)
Entgrenzung Hier geschieht Entgrenzung. Selbst in der weiten Ferne wird das Geschehen in Betlehem wahrgenommen. Menschen von dort machen sich auf den Weg. Sie suchen das neugeborene Kind. Sie finden das Kind. Das Kind lässt sich auch von mir finden. Das Ferne wird nah. Wunschengel Manchmal wünsch ich mir, ein Engel käme und würde mir den Weg zeigen - wie damals Rafael dem Tobias. Manchmal wünsch ich mir, ein Engel käme und würde mir frohe Botschaften bringen: "Fürchte dich nicht! Bei Gott ist nichts unmöglich" - wie damals Gabriel der Gottesmutter. Manchmal wünsch ich mir, ein Engel käme und würde in all mein Denken hineinsprechen: "Der Immanuel, der Gott -mit-uns, ist schon da"- wie damals der Engel in Josefs Traum. Manchmal wünsch ich mir, ein Engel käme und würde mich zur Krippe führen, wo ich Gott im Unscheinbaren begegne - wie damals der Engel die Hirten in Betlehem. Manchmal wünsch ich mir, ein Engel käme und würde den Stein von meinem Herzen wälzen, damit ich den Lebendigen bei den Menschen suche - wie damals der Engel am Ostermorgen in Jerusalem. Jedes Mal, wenn ich um mich schaue, sehe ich viele Engel, die meinen Weg kreuzen - Engel mit Menschengesichtern, Menschen mit Engelsgesichtern, die mich glauben lassen: Die Botschaft von der Menschenfreundlichkeit unseres Gottes, die Kunde seiner Menschwerdung, wird täglich neu gesagt: "HEUTE ist euch der Heiland geboren, Christus, der HERR!" (Wilfried Schuhmacher) Gott kommt gern - verlässt den Himmel, weil er weiß, dass es auf Erden längst nicht mehr himmlisch ist. Gott kommt gern - nicht nur einmal im Jahr. Gott kommt gern - in den Abgrund meiner Seele. Gott kommt gern - in meine Ehekrise. Gott kommt gern - in den "Stallgeruch" meines Lebens. Gott kommt gern - weil er uns gern erlösen möchte. Gott kommt gern - in dem er mir einen Menschen in den Weg schickt, dem ich meine Not sagen kann. Gott kommt gern - weil die Liebe sein Antriebsmotor ist. Gott kommt gern - so wie er es damals versprochen hat - als Heiland zu dir und zu mir. (Heidi Heinemann)
Gott hat sich klein gemacht für uns. Gott kommt nicht mit äußerer Macht, sondern er kommt in der Ohnmacht seiner Liebe, die seine Macht ist. Er gibt sich in unsere Hände. Er bittet um unsere Liebe. Er lädt uns ein, selbst klein zu werden, von unseren Thronen herunter zu steigen und das Kindsein vor Gott zu erlernen. Er bietet uns das Du an. Er bittet, dass wir ihm vertrauen und so das Sein in der Wahrheit und in der Liebe erlernen. Papst Benedikt XVI. (Festgottesdienst in Mariazell, 8.9.07) Zurück FastenzeitAschermittwoch und Aschenkreuz "Kehr um und glaub der Heilsbotschaft!" Die Asche ist Zeichen menschlicher Gebrechlichkeit und Todverfallenheit, aber auch Zeichen neuen Lebens. In früheren Zeiten wurde mit Asche gewaschen: Asche hat reinigende Kraft. Auf den Feldern werden bis heute die Stoppeln verbrannt: Asche schafft die Voraussetzung für neues Wachsen. Asche wurde den Sündern auf das Haupt gestreut: Asche reinigt von Schuld und gibt Kraft zu neuem Leben. Die Asche für die Spendung des Aschenkreuzes wird aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres bereitet und vom Priester gesegnet. Sie wird so für uns zum Zeichen des Weges vom Tod zum neuen Leben. FASTENZEIT - Besinnung auf Wesentliches Die Fastenzeit ist eine Zeit der Einfachheit. Mit Wachsamkeit und Ehrlichkeit uns selbst gegenüber versuchen wir, unser Leben im Glauben zu erneuern. Diese Erneuerung kann für jeden etwas anderes bedeuten. Fastenzeit bedeutet, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen und dabei alles, was überdeckt und überlagert, abzutragen. Scherben Fang den Tag von heute nicht mit den Scherben von gestern an Der Tag von gestern, alle Tage und alle Jahre von früher sind vorbei, begraben in der Zeit. An ihnen kannst du nichts mehr ändern! Hat es Scherben gegeben? Schlepp sie nicht mit dir herum! Denn sie verletzen dich Tag für Tag, und zum Schluss kannst du nicht mehr leben. Es gibt Scherben, die wirst du los wenn du sie Gott in die Hände legst. Es gibt Scherben, die kannst du heilen, wenn du ehrlich vergibst. Und es gibt Scherben die du mit aller Liebe nicht heilen kannst. Die musst du liegen lassen.
Ich kann fasten und dabei nur mich selber suchen. Ich kann beten und Gottesdienste besuchen und nur um mich kreisen, um mich und mein Wohlergehen. Mein Fasten, mein Beten, mein Gottesdienstbesuchen wollen und sollen mich ändern, wollen mich senden. Ändern, verändern kann ich mich immer. Der Anruf Gottes gilt mir immer. Ich muss nur auf sein Wort Antwort geben. Dieses Wort, das mir Hoffnung ist und Hoffnung gibt, ruft mich heraus, heraus zur Schwester, zum Bruder, heraus zum Geringen und Notleidenden. Immer eine neue Antwort, eine neue Tat ist gefragt, weil die Menschen, die Situationen immer anders sind. Kreativität und Christsein gehören zusammen. (AutorIn unbekannt)
Wer leben will wie Gott auf dieser Erde, muss sterben wie ein Weizenkorn muss sterben, um zu leben. Er geht den Weg, den alle Dinge gehen; Er trägt das Los, er geht den Weg, er geht ihn bis zum Ende. Der Sonne und dem Regen preisgegeben, das kleinste Korn in Sturm und Wind muss sterben, um zu leben. Die Menschen müssen füreinander sterben. Das kleinste Korn, es wird zum Brot und einer nährt den anderen. Den gleichen Weg ist unser Gott gegangen; uns so ist er für dich und mich das Leben selbst geworden. (Huub Oosterhuis)
Du für mich Du für mich - wie so groß ist die Liebe. Du für mich - Deine Arme so weit. Du am Kreuz, das ist mehr, als ich fassen kann, eine Quelle der Gnade - und so ziehst Du mich an. Du für mich - wie so groß ist die Liebe. Du für mich - Deine Arme so weit. Du am Kreuz, das ist Ohnmacht, die stärker ist als der Hass und das Dunkel. Welch ein Licht Du doch bist! Du für mich - wie so groß ist die Liebe. Du für mich - Deine Arme so weit. Du am Kreuz, das ist Kraft zur Versöhnung hin. So wie Du zu vergeben, alle Hoffnung liegt darin. Du für mich - wie so groß ist die Liebe. Du für mich - Deine Arme so weit. Du am Kreuz, das ist Weg und Ziel zugleich, will das Leben ich finden, in der Armut so reich. (Kathi Stimmer-Salzeder) Er nahm den Tod in Kauf er nahm den tod in kauf er gab sein leben in zahlung er machte unser soll zum haben (Wilhelm Willms)
Dein Kreuz durchkreuze mein Leben Jesus Christus mein Nächster und Gott mein Bruder und Herr mein Freund und Gebieter Lass mich Dich suchen und finden in jedem Wort in jeder Geschichte in meinem Leben im Leben der Welt Dein Kreuz durchkreuze mein Gedächtnis mein Denken mein Wollen und mache alles neu (Anton Rotzetter)
Ich kenne einen
Fastenzeitder ließ sich von uns die Suppe versalzen der ließ sich von uns die Chancen vermasseln der ließ sich von uns das Handwerk legen der ließ sich von uns für dumm verkaufen der ließ sich einen Strick drehen der ließ sich an der Nase herumführen der ließ sich übers Ohr hauen der ließ sich von uns kleinkriegen der ließ sich von uns aufs Kreuz legen der ließ sich von uns Nägel mit Köpfen machen der ließ sich zeigen was ein Hammer ist der ließ sich von uns festnageln auf sein Wort der ließ sich seine Sache was kosten der ließ sich sehen am dritten Tag der konnte sich sehen lassen (Lothar Zenetti) Wenn Du wirklich einfach leben willst, dann mache Inventur. Es geht ganz leicht. Prüfe, wie viel Du wiegst, und falls Du zu schwer bist, denke nach, wieso Du Übergewicht hast. Zähle, wie viele Schuhe, Krawatten, Pullover, Handtaschen, Handschuhe, Blusen, Mäntel, Anzüge, Kleider Du hast, und wie viele davon immer oder fast immer ungenützt irgendwo aufbewahrt werden. Überlege, wie viel Geld Du monatlich für Dein Hobby und wie viel Du für Menschen in Not ausgibst. Ende der Inventur. Wenn Du Mut hast, dann überlege jetzt, was Du ändern musst. Und wenn Du wirklich Mut hast, dann ändere Dich. Fasten = sich ändern. Weck uns auf Weck uns auf Lebendiger Gott Aus dem Schlaf der Sicherheit weck uns auf Aus dem Tod der Liebe weck uns auf Aus der Faulheit des Denkens weck uns auf Aus dem Schlaf der Selbstgenügsamkeit weck uns auf Aus dem Tod der Hoffnung weck uns auf Aus der Dürre der Phantasie weck uns auf Anton Rotzetter
VERÄNDERUNG Ich kann fasten und dabei nur mich selber suchen. Ich kann beten und Gottesdienste besuchen und nur um mich kreisen, um mich und mein Wohlergehen. Mein Fasten, mein Beten, mein Gottesdienstbesuchen wollen und sollen mich ändern, wollen mich senden. Ändern, verändern kann ich mich immer. Der Anruf Gottes gilt mir immer. Ich muss nur auf sein Wort Antwort geben. Dieses Wort, das mir Hoffnung ist und Hoffnung gibt, ruft mich heraus, heraus zur Schwester, zum Bruder, heraus zum Geringen und Notleidenden. Immer eine neue Antwort, eine neue Tat ist gefragt, weil die Menschen, die Situationen immer anders sind. Kreativität und Christsein gehören zusammen. Autorln unbekannt 1. Station: Jesus betet am Ölberg und seine Freunde schlafen Jakobus: Nein, wir haben nicht geschlafen am Ölberg. Wer hätte schlafen können in einer solchen Nacht. Wir waren viel zu aufgeregt. Nach dem Mahl sind wir zum Ölberg gegangen. Jesus sprach kein Wort mehr. Er ging mit raschen, weiten Schritten, er hatte einen merkwürdig starren Blick und sein Atem ging schnell. Er sagte zu uns "Betet". Er ging noch ein paar Schritte weiter. Wir sahen, dass er betet, dass er zittert, dass er Angst hat. Seine Angst übertrug sich auf uns. Die Angst zitterte in der Luft. Meine Hände wurden feucht. Plötzlich kam von irgendwoher ein Geräusch. Jesus schnellte herum, starrte mit weit geöffneten Augen in die Dunkelheit. Suchend. Lauschend. Dann kam er auf uns zu. Was sollten wir jetzt sagen? Trösten? Mut machen? Ich schloss die Augen, tat so als hätte ich nichts gesehen, als würde ich schlafen. Er weckte uns, mehr traurig als vorwurfsvoll. Gebet: Herr, oft sind wir von Angst geprägt, auch wenn wir es nicht zugeben wollen. Wir haben Angst um unsere Freiheit, um die Familie, Angst vor der Zukunft, vor dem Tod und oft vor dem Leben. Herr, du bist unseren Weg vorausgegangen, du hast Angst gehabt. Du trägst auch unsere Angst. 2. Station: Simon verleugnet Jesus und bleibt trotzdem der Fels Petrus: Glaubt ihr wirklich, ich hätte mich vor ein paar Mägden gefürchtet und deshalb geleugnet? Ich habe geleugnet, sein Anhänger zu sein, ihn zu kennen. Warum wohl? Immerhin war ich am Ölberg der einzige, der zugeschlagen hat, weil ich dachte, jetzt sei es endlich so weit. Aber - Jesus ergibt sich! In diesem Augenblick hatte ich den Glauben verloren. Das kann nicht der Retter Israels sein. Wir hatten uns geirrt. Wenn er sich so ergibt und nicht kämpft, kann er nicht der Messias sein. Ich war enttäuscht, unsagbar enttäuscht. Ich ging weg wie ein gebrochener Mann. Später ging ich mit Johannes zum Palast des Hohenpriesters. Jetzt, dachte ich, jetzt muss er ein Wunder wirken. Messias, Retter, Erlöser! Aber nichts geschah. Kein Zeichen, Gott schwieg. Und als mich dann die Mägde fragten, ob ich zu ihm gehörte, sagte ich nein. Nein, diesen Mann will ich nicht mehr kennen. Das war nicht mein Messias, der da geschlagen und verspottet wird. Ich ging nach Hause und schloss mich ein. Ich wollte keinen Menschen sehen, wollte diese Tragödie nicht miterleben. Später kam Johannes: ich sollte ihn nach Golgotha begleiten. Ich wollte nicht. Ich wollte ihn nicht so sehen. Erst später dachte ich: Wäre ich mitgegangen, hätte ich ihm vielleicht das Kreuz abgenommen. Simon Petrus statt Simon von Zyrene. Gebet: Herr, wir machen uns ein Bild von dir und wenn du nicht hineinpasst, dann zweifeln wir nicht an unserem Bild, sondern an dir. Herr, wir brauchen dich, damit du uns stärkst, wenn wir zweifeln, damit du uns trägst, wenn wir leugnen. Hilf uns glauben, wenn wir nicht mehr glauben können. 3. Station: Jesus wird verspottet und ein Soldat erkennt Ein römischer Soldat: Ob er mir leid tat? Wieso - er war doch kein Römer. Gewöhnlich ziehen die Verurteilten eine Schau ab - brüllen, winseln, bitten, fluchen, flehen. Sie reizen einen geradezu, noch kräftiger zuzuschlagen. Aber da war nun einer, der gab keinen Laut von sich. Der war still, zuckte nur unwillkürlich zusammen bei jedem Schlag. Dann brachte man die Tafel, die dem Verurteilten voran getragen wird, wenn er nach Golgotha geht. König der Juden stand darauf. Das war das Stichwort - ein roter Fetzen, ein paar Dornenranken als Krone - schon ist der König fertig. Wir hatten dieses Spiel schon oft gespielt: Kniebeuge und Fußtritt. Er aber rührte sich nicht. Da öffnete er die Augen und sah mich an. Was waren das für Augen! Nicht als bäte er um Mitleid, sondern so, als hätte er Mitleid mit mir! Seine Augen - seine Augen verfolgten mich! Gebet: Herr, oft ist die Last zu groß, Stress, Streit, Spott, niemand versteht mich, ich bin ganz alleine. Ich komme mir gebrochen vor, zusammengebrochen. Herr, wenn wir nicht aushalten, dann kommst du und gibst uns Hoffnung und Trost. 4. Station: Jesus wird verurteilt und Pilatus sucht bei andern die Schuld Pilatus: Schuldig oder unschuldig - darauf kam es nicht an. Ich habe ja versucht, ihn laufen zu lassen. Warum hat er sich nicht besser verteidigt? Schweigt zu allen Anschuldigungen. Spricht so, als sei ich der Angeklagte, er der Kläger. Da versuche ich, gerade und gerecht zu sein - und dann? Ich hätte ihn retten können. Ich hätte mich weigern können, das Todesurteil auszusprechen. Ich habe hier die Macht. Aber ich war in einer Zwangslage - die Drohungen der Hohenpriester. Und die Leute - erst haben sie ihm zugejubelt, jetzt können sie ihn nicht schnell genug sterben sehen. Ich muss mich ablenken. Es ist nun einmal passiert. Und genau genommen bin nicht ich schuld. Schuld sind die, die mich so weit gebracht haben. Schuld sind die anderen. Gebet: Schuld sind immer die anderen. Ich versuche, die Schuld auf andere zu schieben, versuche mich zu ent - schuldigen. Herr, du bist unsere einzige Ent - schuldigung. Du ent - schuldest uns. Du trägst unsere Schuld und unsere Last! 5. Station: Jesus muss das Kreuz tragen und Bar Abbas ist frei Bar Abbas: Ich habe keine Kranken geheilt. Ich habe nicht Liebe gepredigt, sondern Hass. Ich habe zurückgeschlagen mit dem Schwert und zum Aufstand aufgerufen. Ja, ich habe getötet. Ich nenne es Notwehr - im Kampf gegen die Römer. Die Römer nennen es Mord. Wir haben sie aus dem Hinterhalt überfallen. Und wir hatten das Risiko einkalkuliert, dass sie uns zum Tod verurteilen, wenn sie uns erwischen. Wer die Menschen erlösen will, darf nicht auf die eigene Sicherheit schauen. Da hieß es, ein neuer Messias sei in Jerusalem. Das Volk juble ihm zu. Und ich begann wieder zu hoffen. Vielleicht holt er mich noch rechtzeitig hier heraus. Jesus von Nazaret. Dann erschien der Zenturio und ich dachte: jetzt bist du an der Reihe. Jetzt zeig, dass du ein Mann bist, der sterben kann! Aber, er ließ mich laufen. Ich war frei! Das Volk hatte wählen dürfen zwischen Jesus von Nazaret und mir. Das Volk hat Bar Abbas gewählt. Den anderen schlugen sie ans Kreuz, an mein Kreuz. Erst viel später habe ich erfahren, wie alles gelaufen war. Aber ich glaube, ich bin der einzige, der hautnah gespürt hat, dass dieser andere fr ihn stirbt. Dieser Jesus starb für mich, an meiner Stelle, an meinem Kreuz. Gebet: Herr, du bist für alle gestorben, nicht nur für deine Freunde, sondern auch für deine Feinde. Für alle, die anders denken. Für die, die wir nicht verstehen. Herr, wir wissen, dass du zu den Armen gekommen bist, zu den Ausgestoßenen, zu den Benachteiligten. Aber, Herr, wir vergessen, dass du auch für die Reichen und Mächtigen gestorben bist, für alle Attentäter und Bombenleger, für alle Fanatiker, die an falsche Ideale glauben, für alle, die sein wollen wie Gott. Herr, lass uns auch alle lieben, die wir hassen. 6. Station: Simon von Zyrene trägt das Kreuz und begegnet einem König Simon von Zyrene: Wir warteten an der Straße, wo die Verurteilten vorbei kommen mussten. Da kam der Zug. Langsam nur kam er voran. Einer ist der König der Juden, so stand auf der Tafel. Der König hatte keine Kraft mehr. Die Soldaten kamen nicht weiter mit ihm. Da sahen sie mich und forderten mich auf, mit an zu fassen. Ich musste es tun, ob ich wollte oder nicht. Und ehrlich gestanden, ich wollte nicht. Ich stützte den Balken, aber ihm wollte ich nicht zu nahe kommen. Aber er konnte nicht mehr, er stürzte. Ich stützte ihn und half ihm wieder auf die Füße. Fast tat er mir leid. Ich hob den Balken auf und trug ihn allein. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, so durch die Menge zu gehen mit dem Kreuz auf den Schultern. Plötzlich überfiel mich der Gedanke, sie könnten mich kreuzigen an seiner Stelle. Panik erfasste mich. Wie kam ich dazu, das Kreuz für einen anderen zu tragen? Bist du wirklich ein König?, fragte ich den Mann neben mir. Er nickte. Ich trug den Balken bis zur Höhe von Golgotha. Und als ich ging, dankte er mir stumm. Gebet: Herr, du bist unter der Last des Kreuzes gestürzt. Wir aber wollen unser Kreuz abschütteln. Weil es uns unverdient schwer vorkommt. Oder weil wir selbständig sind. Wir wollen das Kreuz zwar tragen, aber das Gewicht und die Größe wollen wir selbst bestimmen. Wir wollen uns auch nicht helfen lassen, weil nur die eigene Leistung zählt. Herr, lass uns dir danken, dass du das Kreuz angenommen hast, so wie es ist. Lass uns einander helfen, unsere Kreuze zu tragen. 7. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch und findet keinen Trost Veronika: Wir standen an der Straße nach Golgotha und warteten. Der Zug kam nur langsam voran. Die drei Verurteilten schleppten die Querbalken. Jesus hatten sie entsetzlich zugerichtet, mehr noch als die anderen. Das war der Mann, der Liebe gepredigt hatte. Wenn du verzeihst, hatte er gesagt, sieben Mal siebzig Mal, dann wird der Hass allmählich verschwinden. Maria Magdalena schluchzte laut auf. Jesus musste es gehört haben, denn er hob ein wenig den Kopf und starrte uns an. Ich begann, ihm vorsichtig das Gesicht abzutupfen. Die römischen Soldaten ließen es zu. "Weint über euch und eure Kinder", sagte Jesus mühsam. "Wenn das mit dem grünen Holz passiert, was wird erst mit dem dürren geschehen?" Weiter kam er nicht. Er taumelte und stürzte. Meine Hand krampfte sich um das Tuch, mit dem ich sein Gesicht getrocknet hatte. Was hatte er damit gemeint? Sind wir das dürre Holz? Plötzlich hatte ich Angst. Das waren keine tröstlichen Worte. Das war das Ende. Sieht so die Wirklichkeit aus für den, der ihm folgt? Gebet: Herr, wir glauben, wir hätten alles getan, wenn wir dir folgen und deinen Worten lauschen. Du aber sagst uns, dass wir nicht mehr Rechte haben, als du Rechte hattest unter dem Kreuz. Herr, wir haben kein Recht, an Gottes Liebe zu zweifeln, seit du, der du Liebe bist, das Kreuz für uns getragen hast. Wir haben kein Recht, das Leiden für uns abzulehnen, weil wir keinen Sinn darin finden, seit du für uns gelitten hast. 8. Station: Jesus stirbt am Kreuz Jesus: Ich hatte Angst. Ich rief zum Vater, aber er schien mich nicht zu hören. Ich wusste aber, dass er mich hört. Und dass ich gesandt bin, das durchzustehen, was nun folgen würde. Und dann hing ich da mit ausgespannten Armen. Du denkst nichts mehr, du siehst nichts mehr, du hörst nichts mehr. Die Wunden brennen, der Zug nach unten wird immer stärker. Ganz von ferne hörte ich sie spotten. Ich sollte vom Kreuz heruntersteigen. Aber das ist nicht mein Auftrag, mein Leben zu retten, sondern das deine! Ich wollte beten. Mechanisch begann ich mit unserem traditionellen Sterbegebet: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen... Aber da stockte ich. Ich war doch nicht von Gott verlassen. Abba, mein Vater! Ich bin in deiner Gegenwart. Er erbarmte sich. Er öffnete seine Arme. Er zog mich zu sich. Er sprach zu mir: Es ist vollbracht! Gebet: Herr, wir sind mit deinem Tod so vertraut, dass er uns nicht mehr erschreckt. Wir sehen das Kreuz und wir schaudern nicht mehr. Wir sehen das Kreuz anderer nicht, sogar unser eigenes Kreuz schreckt uns nicht. Herr, du bist gestorben, damit wir leben, damit wir unseren Blick öffnen können auf uns und auf andere hin. 9. Station: Jesus wird in aller Eile bestattet Der Geheilte: Wir waren nicht in Jerusalem und hatten keine Ahnung, was geschehen war. Von weitem sahen wir die Kreuze auf Golgotha. Pilatus hatte schon wieder Aufständische hinrichten lassen. Der kürzeste Weg in die Stadt führte uns an den Kreuzen vorbei. Ich wollte die Kreuze nicht sehen. Ich sah nur ganz flüchtig an ihnen vorbei. Und trotzdem erkannte ich ihn. Der in der Mitte hing, das war der Mann, der mir das Augenlicht wiedergegeben hatte. Er hing ganz still. Er war tot. Hast du mir die Augen geöffnet, damit ich dich so sehe? Hast du den Tod verdient, weil du dich gegen Krankheit und Leiden aufgelehnt hast? Ist nur Gott allein Herr über Krankheit und Leid, Leben und Tod? Und hat sich dieser angemaßt, Gott gleich zu sein? Und wenn er es war? Der Messias, Gottes Sohn? Ein vornehmer Mann kam und verhandelte mit den Soldaten. Die Soldaten stießen Jesus eine Lanze in die Seite, dann zogen sie die Nägel aus den Fußgelenken und ließen den Querbalken herunter. Jetzt griff der Fremde ein, ein heimlicher Anhänger von Jesus. Er goss duftende Öle über den Leichnam und hüllten ihn in ein großes Leichentuch. Es wurde schon dunkel. Sie legten den Toten auf eine Bahre und verschwanden mit ihm in der Dunkelheit. Gebet: Herr, es gehörte Mut dazu, am Sabbat Kranke zu heilen. Es gehörte Mut dazu, als Pharisäer sich bei Pilatus für den Leichnam Jesu einzusetzen. Und Herr, es gehört Mut dazu, in unserem aufgeklärten Zeitalter sich öffentlich zu dir zu bekennen. Ich glaube an Jesus, den Gekreuzigten und daran, dass er der Sohn Gottes ist. Es gehört Mut dazu, sein Leben konsequent und christlich zu leben. Herr, gib uns den Mut dazu. du hättest alle Hoffnung begraben - kommt EINER von den Toten zurück! (aus: Margh Malina: Auf dem Weg nach Golgotha) Zurück OsternWo Menschen eine Mitte finden... Wo Freude das Leben prägt... Wo Ängste überwunden werden... Wo Versöhnung Menschen verbindet... Wo Schranken geöffnet werden... ...Da erfahren wir Auferstehung mitten im Leben Der Herr ist wirklich auferweckt! Tote Seelen werden lebendig, Hilflose helfen, Stumme reden, Blinde sehen neue Möglichkeiten, Unbewegte kommen in Bewegung, Zweifler glauben, Passive packen mit an, Anonyme machen sich Namen, die mit den Ausreden reden sich Mut ein, Unsichtbare lassen sich sehen, Fernstehende treten näher, die sonst nie kommen, sind alle da. Und alle feiern Auferstehung.
Wer heute einem traurigen Menschen Tränen trocknen hilft und neuen Mut zuspricht, der ist ein österlicher Mensch. Wer einem einsamen Menschen sagt, vielleicht bloß schweigend, aber durch das ganze Dasein, dass er nicht alleine ist, der steht auf der Seite des Lebens. Wer heute ein Lachen auf die Lippen und ein Strahlen in die augen zaubert, der kettet diesen Menschen vom Tode los und setzt ihn dem Leben aus. Wer eine Blume auf den Tisch stellt, ein mundendes Essen kocht und ein Lied singt, der ist mit der Macht des Lebens verbunden, die von Jesus ausgeht. (Anton Rotzetter) Manchmal triffst du einen Menschen Auge in Auge, der dich nicht liegen lässt. Wenn er ruft "Steh auf" kannst du nicht anders. Du stehst auf, auch wenn du liegen bleiben willst, müde und tot. Seine Stimme geht dir unter die Haut, lässt dich tanzen, hebt dich in die Luft, auch wenn du fliehen willst, voll Angst und Furcht. Seine Nähe gibt dir Vertrauen. Lauf, wenn du ihn triffst! Du läufst ihm mitten in die Arme! (Wilhelm Bruners) Dann ist Ostern Wenn wir Gerechtigkeit herausrufen aus den Gräbern des Unrechts. Wenn wir Freiheit herausrufen aus den Gräbern der Zwänge. Wenn wir Frieden herausrufen aus den Gräbern des Tötens. Wenn wir Versöhnung herausrufen aus den Gräbern der Herzenshärte. Wenn wir Geschwisterlichkeit herausrufen aus den Gräbern der Herrschsucht. Wenn wir Begegnung herausrufen aus den Gräbern des Abschieds. Wenn wir Hoffnung herausrufen aus den Gräbern der Verzweiflung. Wenn wie Vertrauen herausrufen aus dem Gräbern der Angst. Wenn wir Leben herausrufen aus den Gräbern des Totenreichs. So spricht Gott, der Auferstandene: Lernt mit mir Auferstehung Auf dem Weg nach Emmaus. Dann ist Ostern! (Wilhelm Bruners) Weghoffnungen Hätten sie ihn sofort erkannt damals, als er sich einmischte in ihre Klagelieder in ihre ausgeglühten Gespräche. Hätten sie ihn sofort erkannt als sie seine Stimme hörten: nie wäre ihr Herz unruhig geworden, nie hätte es gebrannt. Das wissende Hirn kennt nicht die Nacht, das eingeschüchterte Suchen. Ich glaube an den Weg, die Nacktheit des Gehens, den aufgewirbelten Staub. Tiefer erfasst du das Sterben, die Asche, lebendiger stehst du auf aus dem Tod. In den Feuern der Zweifel - du glaubst zu ersticken - beginnt dein Herz zu brennen. Dann brechen dir ausgefaltete Hände das hungerstillende Brot, dann weißt du: Er lebt! (Wilhelm Bruners) Ostersequenz Singt das Lob dem Osterlamme, bringt es ihm dar, ihr Christen. Maria Magdalena, sag uns, was du gesehen. Sah Engel in dem Grab, die Binden und das Linnen. Das Grab des Herrn sah ich offen und Christus von Gottes Glanz umflossen. Er lebt, der Herr, meine Hoffnung, er geht euch voran nach Galiläa. Lasst uns glauben, was Maria den Jüngern verkündet. Sie sahen den Herrn, den Auferstandenen. Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden.
Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. (Lk 24,4-6)
Jesus, schenk mir neues Leben. Hosianna, Halleluja, Amen, Amen! Mein Gott, segne dieses Leben. Hosianna, Halleluja, Amen, Amen! Heiliger Geist, sei in meinem Leben. Hosianna, Halleluja, Amen, Amen! Dreieiniger Gott, dein ewiges Leben hast du mir gegeben. Hosianna, Halleluja, Amen, Amen! (aus Westafrika) Ostern Ostern - Fest des Glaubens an den lebendigen Gott, der Leben weckt - jetzt und im Tod. Ostern - Fest der Hoffnung für Jesus, dass Gott seinen Tod in Leben gewandelt hat. Ostern - Fest der Liebe die stärker ist als der Tod. Ostern - Fest der Versöhnung die vergibt und vergisst, von Schuld löst und Verletzungen heilt. Ostern - Fest der Freude die an das Leben glaubt, die mitten in Krankheit und Abschied Mut zum Leben macht. Ostern - Fest das Tote und Lebende, Lebende und Tote zusammenschließt im Geheimnis unseres Gottes. Am Grab wo die Trauer am größten allein mit den Gedanken - was hätte sein können wo das Schweigen drückend ist wo ein Sohn die Verlassenheit hinausschreit schreit, bis sein Gott ihm ins Wort fällt bis leise erklingt: Steh auf! (Monika Liedler nach Wilhelm Bruners)
Wo Menschen eine Mitte finden - wo Freude das Leben prägt - wo Ängste überwunden werden - wo Versöhnung Menschen verbindet - wo Türen geöffnet werden da erfahren wir Auferstehung mitten im Leben (AutorIn unbekannt) Osternacht In dieser Nacht, in der alles schweigt, bereitet sich der neue Tag vor. Ein Tag des Jubels und der Freude. Das Leben hat den Tod besiegt. Der Tag hat die Nacht bezwungen. Dieser Tag kann in all unsere Nächte hineinleuchten, sie erhellen und uns neue Hoffnung geben. (AutorIn unbekannt)
Gebet am Ostermorgen Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel. Die Nacht ist verflattert, und ich freue mich am Licht. So ein Tag, Herr, so ein Tag! Herr, ich bin fröhlich heute am Ostermorgen. Die Vögel und Engel singen, und ich jubiliere auch. Das All und unsere Herzen sind offen für deine Gnade. Ich fühle meinen Körper und danke. Die Sonne brennt meine Haut, ich danke. Herr, ich freue mich an der Schöpfung und dass du dahinter bist und daneben und davor und darüber und in uns. Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel. Ein neuer Tag, der glitzert und knistert, knallt und jubiliert von deiner Liebe. Jeden Tag machst du! Halleluja, Herr! (aus Westafrika) Christus hat durch sein Leben, Lieben, Leiden, Sterben und Auferstehen die Mauern unseres Versagens und unserer Schuld, die Mauern der Trennung und der Isolation durchbrochen. Er lädt uns ein, hinauszutreten in das Licht der Ostersonne, in das Licht des wahren Lebens. Wenn wir doch hinaustreten könnten in dieses Licht der Versöhnung, das die Liebe Gottes offenbar werden lässt und durchkreuzte Mauern der Sünde erleuchtet. Christus hat uns den Weg freigemacht, zu Gott, zum Nächsten, zu uns selber: gehen müssen wir den Weg selber. Gottes Kraft geht mit. Zurück Pfingsten, Heiliger Geist
Wo wirkt Gottes Geist heute? In den Menschen, die einander verzeihen. In den Menschen, die einander helfen. In den Menschen, die miteinander teilen. In den Menschen, die einander lieben. Ohne deinen Geist, Herr, unterliegen wir der Gefahr, blind und ziellos durch das leben zu irren. Komm, Heiliger Geist, komm, ergreife und belebe uns, damit wir in deiner Kraft glauben, hoffen, lieben und leben können, wie Christus uns es vorgelebt hat. Pfingstsequenz Komm herab, o Heil'ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt. Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not, in der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod. Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund. Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund. Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält. Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt. Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit. Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit. Komm, Heiliger Geist
Komm, Heiliger Geist, der Geist der Wahrheit bist du. Komm, Heiliger Geist, du schenkst unsern Herzen die Ruh. Komm, Heiliger Geist, du Tröster im Leid. Komm, Heiliger Geist, du Stärke im Streit. Komm Gottes Geist, du Tröster wir rufen dich! Komm, Heiliger Geist, heile, was krank ist und wund. Komm, Heiliger Geist, mach Gottes Liebe uns kund. Komm, Heiliger Geist, führ den, der irrt durch die Nacht. Komm, Heiliger Geist, gib dem, der schwach ist, die Kraft. Komm Gottes Geist, du Tröster wir rufen dich! Komm, Heiliger Geist, wärme, was kalt ist und starr. Komm, Heiliger Geist, weise, was wirklich und wahr. Komm, Heiliger Geist, lenk unsern Schritt durch die Zeit. Komm, Heiliger Geist, mach uns zur Liebe bereit. Komm Gottes Geist, du Tröster wir rufen dich! Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke! Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue! Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe! Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte! Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heilige nimmer verliere! (Augustinus) Dank an den Heiligen Geist Danke, Schöpfer-Geist, dass du ununterbrochen unser Chaos in Kosmos verwandelst; dass du unseren Geist besucht und unser Herz mit Gnade erfüllt hast. Danke, dass du für uns der Tröster bist, die größte Gabe des Vaters, das lebendige Wasser, das Feuer, die Liebe und die geistliche Salbung. Danke für die unendlichen Gaben und Charismen, die du als mächtiger Finger Gottes unter den Menschen verteilt hast, du erfüllte und ständig zu erfüllende Verheißung des Vaters. Danke für das Wort aus Feuer, das du niemals aufgehört hast, in den Mund der Propheten, der Seelsorger, der Missionare und der Beter zu legen. Danke für das Licht Christi, das du in unserem Geist hast leuchten lassen, für seine Liebe, die du in unsere Herzen ausgegossen hast, und für die Heilung, die du in unserem gebrechlichen Leib bewirkt hast. Danke, dass du uns im Kampf zur Seite gestanden hast, dass du uns geholfen hast, den Feind zu besiegen oder uns nach der Niederlage wieder zu erheben. Danke, dass du unser Führer warst in den schwierigen Entscheidungen des Lebens und dass du uns vor der Faszination des Bösen bewahrt hast. Danke schließlich, dass du uns das Angesicht des Vaters offenbart und uns gelehrt hast, "Abba!" zu rufen. Danke, dass du uns dazu anspornst, zu erklären: "Jesus ist der Herr!" Danke, dass du dich der Kirche der Väter und der unserer Tage offenbart hast als das Band der Einheit zwischen Vater und Sohn, als unaussprechliches Objekt ihrer gemeinsamen Hauchung der Liebe, als Lebensatem und Duft göttlicher Salbung, die der Vater dem Sohn überträgt, indem er ihn zeugt "noch vor dem Morgenstern". Einfach dafür, dass du da bist, jetzt und in alle Ewigkeit, sei dir, Heiliger Geist, gedankt! (Aus Raniero Cantalamessa, Komm, Schöpfer Geist.) Zurück MariaMagnificat heute Es steht geschrieben, dass Maria sagte: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Heute sagen wir das so: Meine Seele sieht das Land der Freiheit und mein Geist wird aus der Verängstigung befreit. Die leeren Gesichter werden mit Leben erfüllt und wir werden Menschen werden. Es steht geschrieben, dass Maria sagte: Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Heute sagen wir das so: Die große Veränderung, die an uns durch uns geschieht, wird mit allen geschehen. Barmherzigkeit wird geübt werden, die Abhängigen können das vertane Leben aufgeben und lernen, selber zu leben. Es steht geschrieben, dass Maria sagte: Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Heute sagen wir das so: Wir werden die Gewalt enteignen und die Herrschaft der Männlichen über die Weiblichen wird ein Ende nehmen und die Herrschaft der Starken über die Schwachen wird ein Ende nehmen. Es steht geschrieben, dass Maria sagte: Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Heute sagen wir das so: Frauen werden zum Mond fahren und in Parlamenten entscheiden. Ihre Wünsche nach Selbstbestimmung werden in Erfüllung gehen. Die Sucht nach Herrschaft wird leer werden und die Ausbeutung der Schwachen wird ein Ende haben. (Dorothee Sölle) GEGRÜSSET SEIST DU, Maria
Freu dich, Maria. An dich ergeht Gottes Ruf. Vernimm ihn, auch wenn du ihn nicht hörst und nicht verstehst, wenn du ihn nur ahnst langsam, im dunklen Innern deines Herzens, in jenem sanften und doch unwiderstehlichen Ruf, den du in dir verspürst, immer wieder, und der dich nicht loslässt. Freu dich, dass du horchen kannst. Freu dich, dass dein Alltag durchbrochen ist. Tieferes leuchtet in deinem Alltag auf. Gegrüßt seist du, MARIA Gott ruft dich beim Namen. Du bist gemeint. Lass Gott an dich heran, setz dich ihm aus - bis in jene Bereiche, die vielleicht auch du für dich behalten möchtest, die dein Privatraum sein sollen. Stell dich ihm. Steh auch mit Dunklem, Unerleuchtetem deines Herzens vor ihm und lass dich von ihm erhellen. Freu dich, dass es wenigstens einen gibt, vor dem du dich nicht verbergen musst. Er liebt dich, wie du bist, nicht, wie du sein möchtest, nicht, wie die andern dich haben wollen: Er liebt dich, wie du bist und wie du geworden bist. Du darfst du selber sein vor ihm und du sollst neu werden, weil er dich beim Namen ruft, weil er dich verwandelt. Er gibt dir einen neuen Namen: Maria, du Begnadete! Gegrüßt seist du, Maria, VOLL DER GNADE Freu dich, Maria, Gottes Gnade ruht auf dir, seine erbarmende Huld. Umsonst, ohne dein Verdienst. Er gibt dir mehr, als du erahnen, erwarten, erhoffen oder erbitten kannst. Freu dich, Maria: Er hat dich lieb und ist mit dir eins mit dir in deiner Schwäche, auch Hilflosigkeit, mit deinem bereiteten, aber oft mühsamen und dunklen Glauben. DER HERR IST MIT DIR Gott lässt dich nicht allein auf deinem Weg. Er will nicht bloß ein Gott erhabener Gedanken sein er ist dein Gott, der "Gott-mit-dir", der "Gott-für-dich". Er geht mit dir geh auch du mit ihm. Und nimm die vielen mit, die ihren Weg so schwer finden, die verloren, weglos, heimatlos sind - oft, ohne es zu ahnen. Nimm sie mit und lass sie an deiner Wegbegleitung erfahren, dass Gott auch für sie der "Gott-mit-uns", der "Immanuel" ist. DU BIST GEBENEDEIT UNTER DEN FRAUEN Du bist zu preisen, weil der lebendige Gott dich an sich gezogen hat. Du bist gesegnet mit seiner wunderbaren Nähe. Mir gelingt das leben oft nur schwer. Ich erfahre mich ungesegnet. Schenk mir von deiner Kraft, Maria. Ich möchte offen sein für Gottes Segen. Auch ich bin selig zu preisen, nicht nur du. Denn auch ich bin gesegnet. Auch auf mir will Gottes Kraft ruhen. Danke, dass du für so viele und für mich ein Segen bist. Auch ich soll Segen sein. UND GEBENEDEIT IST DIE FRUCHT DEINES LEIBES, JESUS Du bist Mutter, die leben empfängt, wachsen läst und der Welt schenkt. Freu dich, dass du Gottes ewiges Wort in dich aufgenommen hast. Du nährst es mit deinem Fleisch und Blut und bringst es zur Welt, zu den Menschen: Jesus, deinen Sohn. Danke, dass du vom Eigenen gibst, damit neues leben möglich wird für viele. Danke, dass auch ich Mutter, Vater sein darf. HEILIGE MARIA, MUTTER GOTTES Heilige Maria heilig in deiner Begrenztheit und Menschlichkeit. Heilig, weil sich der heilige und so menschliche Gott deiner erbarmt hat. Heilig, weil du in deiner Schwäche von seinem Erbarmen leben kannst. Heilig, weil du Mutter bist: Mutter, die das Kind unter Schmerzen zur Welt bringt und unter größeren Schmerzen begleitet. Mutter, die Raum gibt und wachsen lässt, auch ohne zu verstehen. Heilig, weil du dein Kind freigegeben hast, mit den Unheiligen zu leben. Heilige Maria, du bist treu gewesen, treu trotz allem, treu bis zum Ende. BITTE FÜR UNS SÜNDER Lass mich nicht allein. Steh mir zur Seite. Nimm mich mit zu deinem Sohn. Nimm mich mit zu deinem Vater. Auch dein Weg war schwer, nicht nur der meine. Stütze den mühsamen, stolpernden Schritt. Nimm mich an der Hand. Sei mir Mutter. JETZT UND IN DER STUNDE UNSERES TODES Von deinem Weg des Glaubens und von deiner Vollendung. Du ermutigst mich, ein Leben der Liebe zu wagen: heute, jetzt, morgen. Du verheißt mir ein Licht am Ziel: Ich soll sterben in eine wunderbare Begegnung hinein und darin neu werden, ganz neu, wie du. Du lässt mich erfahren: Dieses Neuwerden beginnt schon in meinem Alltag. Kaum merklich, aber unaufhaltsam. AMEN. (Begegnung mit Maria; Kath. Frauenbewegung St. Pölten) Du bist mir fremd geworden, Maria.
Du bist mir fremd geworden, Maria. Als ich noch ein Kind war, gehörten sie zu meinem Leben die Namen und hohen Titeln, die man dir gegeben hatte: starker Turm Davids Bundeslade Pforte des Himmels Thron der Weisheit reine Jungfrau Königin, ohne Erbsünde empfangen und viele andere mehr. Später merkte ich: Sie haben dich weit entfernt und blutleer gemacht - oder so niedrig als dienende Magd. Ich möchte dich neu finden als die Frau, die sagt: er stürzt die Mächtigen vom Thron, als die Mutter auf der Herbergsuche, auf der Flucht nach Ägypten, als die Mutter, die spürt, was Ablösung des Kindes ist, als die Mutter, die lernen muss, das Kind entscheidet selbstverantwortlich, als die Mutter, die besorgt ist über die ungewöhnlichen Wege des Kindes, als die Mutter, die erlebt, dass ihr Kind durch seinen geraden Weg scheitert. Wenn ich an deinen Lebensweg denke, Maria, dann merke ich: er ist auch ein Stück von mir. Werde ich dich neu finden? MARIA MARIA Du Mädchen aus dem jüdischen Volk Die so jung war, als Gott dich auserwählte Die sich bei der Botschaft des Engels erschreckte Die nicht verstehen konnte, was er sagte Die doch verstand, weil du glaubtest. Ich grüße dich, Maria. MARIA Du, die außerehelich schwanger wurde Die unsicher und doch sicher war Die im Magnificat schon alles verstanden hat, was wir bis heute nicht verstehen wollen Die jüdische Frau, die der Verlobte im Stich lassen wollte. Ich grüße dich, Maria. MARIA Du, mit der Josef dann doch zusammen blieb Die nach Betlehem wanderte Die an den Türen abgewiesen wurde Die das Kind in einem Stall zur Welt brachte, deinen Sohn Jesus. Ich grüße dich, Maria. MARIA Du, die vor der Tyrannei des Herodes fliehen musste Die Angst hatte um sich und das Kind Die stark war durch den Glauben. Ich grüß dich, Maria. MARIA Du, die sich um das Kind Sorgen machte Die du die Wege deines Sohnes oft nicht verstehen konntest Die Ablösung und Trennung durch litten hat Du, die den Schmerz einer Mutter aushielt Du bist eine starke Frau Du bist mir Vorbild und Stütze Ich grüß dich, Maria. (Doris Lindenblatt) Zurück Bibelsprüche, die Mut machen, trösten, stärkenWenn ich rufe, erhöre mich, Gott, du mein Retter! Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war. (Ps 4) Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. (Ps 23,1-2) Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. (Ps 23,4) Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich. (Ps 25,1-2) Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, er hilft denen auf, die zerknirscht sind. (Ps 34) Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, deine Treue, so weit die Wolken ziehen. Gott, wie köstlich ist deine Huld! Die Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel. (Ps 36,6.8) Zu Gott will ich rufen, der Herr wird mir helfen. Am Abend, am Morgen, am Mittag seufze ich und stöhne. Er befreit mich, bringt mein Leben in Sicherheit. (Ps 55,17-19) Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, von ihm kommt mir Hilfe. (Ps 62,2) Ja, du wurdest meine Hilfe; jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel. Meine Seele hängt an dir, deine rechte Hand hält mich fest. (Ps 63,8-9) Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps 103,1-2) Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. (Ps 121,1-2) Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir. (Ps 131,2) Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß Staunenswert sind deine Werke. (Ps 139,14) Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich, und erkenne mein Denken! Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt, und leite mich auf dem altbewährten Weg! (Ps 139,23-24) Alle Augen warten auf dich, o Gott. Du öffnest deine Hand und sättigst alles, was lebt. (Ps 145) Mose sagte zu Gott: Ich werde zu den Israeliten sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen darauf sagen? Da antwortete Gott: Ich bin der "Ich-bin-da". Sage: Der "Ich-bin-da" hat mich zu euch gesandt. (Ex 3,1-15) Der Herr fand sein Volk in der Wüste. Er hüllte es ein, gab auf es acht und hütete es wie seinen Augenstern. (Dtn 32,8-11) Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. (Jes 9,1) So spricht der Herr: Blinde führe ich auf Wegen, die sie nicht kennen. Die Finsternis vor ihren Augen mache ich zu Licht. (Jes 42,10-17) Jetzt aber - so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir. Weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich dich liebe, gebe ich für dich ganze Länder und für dein Leben ganze Völker. (Jes 43,1.4) Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände, deine Mauern habe ich immer vor Augen. (Jes 49,16) Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Ich habe gesprochen, und ich führe es aus - Spruch des Herrn. (Ez 37,14) Wer die Weisheit Gottes liebt, erkennt sie, und wer sie sucht, findet sie. (Weish 6,12-16) Betet den Herrn an, und dient ihm treu und von ganzem Herzen. Seht, welch große Dinge er an euch getan hat. (1 Sam 12,20-24) Der Herr sprach zu Samuel: Schau nicht auf das Äußere, denn Gott sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz. (1 Sam 16,1-13) Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. (Mt 6,30.34) Jesus sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. (Mt 13,31-33) Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. (Mt 18,4-5) Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,20) In einem Gleichnis sagte ein Mann zu seinem treuen Diener: Du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! (Mt 25,14-30) Bei der Taufe Jesu kam eine Stimme vom Himmel: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. (Mk 1,6-11) Da sagte Jesus zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. (Mk 6,31) Er ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden. (Mk 12,27) Ein Schriftgelehrter fragte: Welches Gebot ist das erste von allen. Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. (Mk 12,28-31) Simeon nahm das Kind Jesus in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Meine Augen haben das Heil geschaut, das du geschaffen hast, damit alle Völker es sehen, ein Licht, das die Nationen erleuchtet. (Lk 2,22-32) Jesus sagte: Sorgt euch nicht um euer Leben. Wer unter euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? (Lk 12,22-31) Jesus sagte: Hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt. (Lk 12,13-21) Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. (Lk 19,1-10) Jesus fragte die ersten Jünger: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Meister, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! (Joh 1,35-42) Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. (Joh 3,16) Jesus sagte: Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. (Joh 12,23-26) Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. (Joh 10,1-3) Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (Joh 10,9-10) Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. (Joh 15,12-13) Jesus fragte Petrus: Liebst du mich? Petrus gab ihm zur Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. (Joh 21,15-17) Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet; gewährt jederzeit Gastfreundschaft! (Röm 12,3-13) Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes. (Röm 15,13) Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist. (Eph 4,1-6) Paulus schreibt: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. (Gal 2,19-20) Ihr tut gut daran, das Wort der Propheten zu beachten, denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen. (2 Petr 1,19-21) Paulus schreibt: Wir alle spiegeln die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt durch den Geist. (2 Kor 3,16-18) Zurück |